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Startseite»Betrugsmaschen»Gefälschte Nachrichtenseiten erkennen: So schützt du dein Vertrauen
Betrugsmaschen

Gefälschte Nachrichtenseiten erkennen: So schützt du dein Vertrauen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 14, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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→Woran erkennt man Fake News zuverlässig? Antworten finden Sie im Leitfaden Fake News erkennen.

Der Artikel sieht aus wie tausend andere, die du diese Woche gesehen hast. Das Logo eines bekannten Mediums, die vertraute Schriftart, Datum, Autorenzeile, sogar die Werbebanner sitzen an der richtigen Stelle. Der Inhalt: ein Skandal, ein angebliches Zitat, eine Enthüllung. Du liest, du ärgerst dich, du teilst.

Nur: Diesen Artikel hat die Redaktion nie geschrieben. Die Seite, auf der er steht, gehört ihr nicht.

Das ist die Masche der gefälschten Nachrichtenseiten, und sie gehört zum Perfidesten, was wir bei Mimikama prüfen. Denn sie stiehlt nicht irgendein Vertrauen, sondern das mühsamste: das Vertrauen, das sich seriöse Medien über Jahrzehnte erarbeitet haben. Wir haben diese Masche ausführlich dokumentiert, unter anderem an gefälschten Artikeln, die Politikern verschiedener Parteien erfundene Aussagen unterschoben. Die Fälschungen kopieren das Layout echter Nachrichtenseiten bis ins Detail. Wer den Link in einem geteilten Beitrag anklickt, landet auf einer Adresse, die der echten zum Verwechseln ähnlich sieht, oft unterscheidet sie nur ein Buchstabe oder eine andere Endung.

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Warum der Aufwand? Weil die Verpackung die halbe Überzeugung ist. Dieselbe erfundene Behauptung, als anonymer Facebook-Post veröffentlicht, würden viele anzweifeln. Im Gewand einer bekannten Nachrichtenseite rutscht sie durch. Die Fälscher wissen: Menschen prüfen die Quelle, nicht den Inhalt. Also fälschen sie die Quelle gleich mit.

Mimikama-Club - Communitybereich fuer Steady-Unterstuetzer:innen

Der Schaden trifft dreifach. Zuerst die Person, der ein Zitat oder Skandal angedichtet wird. Dann das Medium, dessen Name missbraucht wird. Und schließlich alle: Denn wer einmal auf einen gefälschten Artikel hereingefallen ist, zweifelt danach auch an echten. Genau das ist gewollt. Wenn nicht einmal mehr die vertraute Nachrichtenseite als verlässlich gilt, gilt gar nichts mehr als verlässlich, und in diesem Nebel gedeiht jede Erzählung, die laut genug vorgetragen wird.

So erkennst du gefälschte Nachrichtenseiten: Schau auf die Adresszeile, nicht auf das Logo. Stimmt die Domain exakt, oder ist ein Buchstabe anders, eine Endung fremd? Suche die Schlagzeile auf der echten Seite des Mediums, über deren Startseite oder Suchfunktion. Existiert der Artikel dort nicht, existiert er nicht. Prüfe die Autorenzeile: Gibt es die Person in der echten Redaktion? Und die einfachste Regel: Je größer die Empörung, die ein Artikel auslöst, desto größer sollte die Sorgfalt vor dem Teilen sein.

Solche Prüfungen machen wir jeden Tag, damit du es nicht allein tun musst. Wenn du möchtest, dass diese Arbeit weitergeht, kannst du sie mit einem einzigen Euro unterstützen: mimikama.org/1eurodemokratie

Eine Lüge braucht Sekunden. Die Wahrheit braucht dich.

Hilde O in einer lebhaften Diskussion über Online-Sicherheit.

Hilde Ollig

Hilde Ollig ist Rechercheurin bei Mimikama, Österreichs
führender Faktencheck-Organisation. Sie ist spezialisiert
auf die Überprüfung von Behauptungen in sozialen Medien
und unterstützt das Redaktionsteam mit akribischer
Quellenarbeit bei der Aufklärung über Internetmissbrauch.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

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Dr. Heinrich Krämer
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