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Startseite»Betrugsmaschen»Gefälschte Spendenaufrufe entlarven – So hilfst du richtig!
Betrugsmaschen

Gefälschte Spendenaufrufe entlarven – So hilfst du richtig!

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 23, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Nach jeder Katastrophe dauert es nur Stunden. Kaum stehen die ersten Bilder im Netz, tauchen die ersten Spendenaufrufe auf: für die Opfer des Hochwassers, für das schwer kranke Kind, dessen Foto einem das Herz bricht, für das misshandelte Tier aus dem Video. Die Aufrufe sind emotional, dringend und mit einer Kontonummer oder einem Zahlungslink versehen. Viele davon sind echt. Und einige sind es nicht, und genau diese sind oft die lautesten.

Gefälschte Spendenaufrufe sind die zynischste Masche, die wir bei Mimikama prüfen, denn sie bestehlen zweimal: die Spender um ihr Geld und die echten Betroffenen um die Hilfe, die bei ihnen nie ankommt. Die Muster wiederholen sich. Fotos kranker Kinder werden aus fremden Profilen gestohlen und mit erfundenen Geschichten versehen. Nach Katastrophen entstehen über Nacht Sammelstellen, die es gestern noch nicht gab und morgen nicht mehr geben wird. Tierleid-Videos, teils gestellt, teils gestohlen, führen zu Konten im Ausland. Und immer drängt die Zeit, denn Zeitdruck ist auch hier das Werkzeug, das Prüfen verhindern soll.

Der Kollateralschaden dieser Masche trifft das Spenden selbst: Jeder aufgeflogene Fake macht Menschen misstrauischer, auch gegenüber echten Aufrufen. Organisationen, die transparent arbeiten, bekommen die Skepsis ab, die Betrüger gesät haben. Deshalb ist Prüfen vor dem Spenden kein Misstrauen gegenüber den Betroffenen, sondern Schutz für sie: Nur geprüfte Spenden kommen an.

So prüfst du einen Spendenaufruf: Seriöse Organisationen haben eine überprüfbare Existenz, ein Impressum, eine Geschichte, eine Vereinsregistrierung, Spendensiegel oder öffentliche Rechenschaftsberichte. Bei persönlichen Schicksalen: Gibt es den Fall außerhalb dieses einen Beitrags, etwa Berichte lokaler Medien? Eine Rückwärtssuche des Fotos zeigt oft in Sekunden, dass das Bild aus einem ganz anderen Zusammenhang stammt. Misstraue Aufrufen, die ausschließlich über anonyme Zahlungswege, Gutscheinkarten oder Kryptowährungen laufen. Und im Zweifel: Spende an etablierte Organisationen, die im betroffenen Gebiet arbeiten, das Geld hilft denselben Menschen, nur sicher.

Und weil wir hier selbst regelmäßig um Unterstützung bitten, gilt dieser Maßstab ausdrücklich auch für uns: Mimikama ist ein eingetragener Verein mit Impressum, seit 2011 öffentlich nachvollziehbar, unsere Spendenwege führen zu einem Vereinskonto mit klarem Verwendungszweck. Prüf uns. Genau das unterscheidet seriöse Bitten von falschen: Sie halten der Prüfung stand.

Mimikama-Club - Communitybereich fuer Steady-Unterstuetzer:innen

Wenn du das getan hast und unsere Arbeit unterstützen willst: mimikama.org/1eurodemokratie

Eine Lüge braucht Sekunden. Die Wahrheit braucht dich.

Hilde O in einer lebhaften Diskussion über Online-Sicherheit.

Hilde Ollig

Hilde Ollig ist Rechercheurin bei Mimikama, Österreichs
führender Faktencheck-Organisation. Sie ist spezialisiert
auf die Überprüfung von Behauptungen in sozialen Medien
und unterstützt das Redaktionsteam mit akribischer
Quellenarbeit bei der Aufklärung über Internetmissbrauch.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

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