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Startseite»Nachrichten»Gegner soll provoziert haben: Judo-Schläger tritt nach brutalem Gewalt-Exzess nach
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Gegner soll provoziert haben: Judo-Schläger tritt nach brutalem Gewalt-Exzess nach

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Gegner soll provoziert haben

Judo-Schläger tritt nach brutalem Gewalt-Exzess nach

Der Georgier Akaki Japaridze rastet nach einem Judo-Kampf komplett aus und verletzt seinen Gegner mit den Fäusten schwer. Die Schuld für den Gewalt-Exzess sieht er aber nicht bei sich.

Es waren schlimme Szenen, die vor wenigen Tagen in der Judo-Bundesliga passierten und weit darüber hinaus für Entsetzen sorgten: Beim Duell zwischen Meister JC Abensberg und dem JC Leipzig ging der Leipziger Gastkämpfer Akaki Japaridze nach seinem verlorenen Kampf mit den Fäusten auf seinen völlig überrumpelten Gegner Timo Cavelius los und prügelte auf ihn ein – mit heftigen Folgen: Der Georgier brach dem deutschen Olympiastarter den Kiefer doppelt, bevor er in seinem Gewalt-Exzess gestoppt werden konnte. Cavelius verlor außerdem zwei Zähne. Nun meldete sich Japaridze erstmals selbst zu dem Vorfall. Eine Entschuldigung bleibt aus.

„Jegliche Form von körperlicher Aggression ist im Sport inakzeptabel. Ich übernehme die Verantwortung für das Geschehene“, schreibt Japaridze auf Instagram. „Ich möchte jedoch klarstellen, dass dieser Vorfall nicht auf Emotionen aufgrund einer sportlichen Niederlage zurückzuführen ist. In meiner Karriere gab es neben Siegen auch Niederlagen. Neben Siegen habe ich Niederlagen stets mit Würde hingenommen und eine Niederlage war für mich nie ein Grund, meinem Gegner gegenüber Aggressionen zu zeigen.“

„Für mich als Mann inakzeptabel“

Die Schuld für seinen Gewaltausbruch sieht er aber bei seinem Gegner. „Der Grund war ein anderer – die verbalen und gestischen Beleidigungen des Gegners, die im Sport und im Rahmen der Sportethik völlig inakzeptabel sind. Zuallererst ist es für mich als Georgier und Mann inakzeptabel.“

Cavelius hatte tatsächlich nach dem Kampf provozierend mit geballter Faust und lauten Schreien in Richtung des am Boden knienden Japaridze gejubelt. Ein eindeutig unsportliches Verhalten, gerade im von Respekt geprägten Mattensport, doch natürlich keine Rechtfertigung für einen gewalttätigen Ausraster.

„Besonders bitter …“

Cavelius, der unmittelbar nach dem Vorfall operiert werden musste, hat Strafantrag gegen Japaridze gestellt. Dem 24-jährigen Georgier, der von der herbeigerufenen Polizei nicht mehr in der Halle angetroffen wurde und stattdessen sofort in seine Heimat zurückgereist war, droht darüber hinaus eine lebenslange Sperre.

Für Cavelius bedeutet die Prügel-Attacke das WM-Aus für die Titelkämpfe vom 4. bis 11. Oktober in Baku. „Besonders bitter ist dieser Ausfall für unseren Athleten mit Blick auf die laufende olympische Qualifikation und sein großes Ziel, sich für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu qualifizieren und dort nach Paris seine zweiten Olympischen Spiele zu bestreiten“, teilte der deutsche Verband mit.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter

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