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Startseite»Nachrichten»Geldhaus zieht Aktien ein: Unicredit steht kurz vor der Aktienmehrheit bei der Commerzbank
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Geldhaus zieht Aktien ein: Unicredit steht kurz vor der Aktienmehrheit bei der Commerzbank

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Geldhaus zieht Aktien einUnicredit steht kurz vor der Aktienmehrheit bei der Commerzbank

Aus dem deutschen Geldhaus wird wohl bald ein italienisches. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

Der Kampf um die Commerzbank scheint langsam aber sicher auf sein Ende zuzusteuern. Die Unicredit steht kurz davor, eine Aktienmehrheit am deutschen Geldinstitut zu erringen.

Die italienische Großbank Unicredit kommt einer Aktienmehrheit an der Commerzbank noch einen Schritt näher. Die Commerzbank hat ihre letzten zurückgekauften Aktien eingezogen, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Damit haben die Italiener ohne eigenes Zutun nun Zugriff auf bis zu 49,65 Prozent an der Commerzbank. Bisher waren es 47,59 Prozent. 3,36 Prozent davon bestehen aber noch aus Kaufoptionen, die Unicredit jederzeit in Commerzbank-Aktien tauschen kann.

An den Machtverhältnissen auf der Hauptversammlung ändert sich damit nichts, weil eigene Aktien dabei ohnehin nicht stimmberechtigt sind. Zudem hätte Unicredit dort schon bisher die Mehrheit kontrolliert, weil praktisch nie alle Aktionäre vertreten sind.

Das Frankfurter Geldhaus hatte bisher 4,14 Prozent des Grundkapitals in eigenen Aktien gehalten, die es in den vergangenen Jahren von den Anteilseignern zurückgekauft hatte, um überschüssiges Kapital auszuschütten. Es hatte angekündigt, diese einzuziehen, damit aber im Streit um eine Übernahme durch Unicredit lange gezögert.

Die Bundesregierung hatte Anfang der Woche zurückhaltend auf Berichte reagiert, laut denen sie ihre Anteile am deutschen Geldhaus veräußern möchte. Das sei eine Spekulation, die man nicht kommentiere, sagte ein Regierungssprecher am Montag. „Es ist jetzt dran, dass die Vorstände der Banken miteinander sprechen“, fügte er hinzu. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass es Überlegungen in der Bundesregierung gebe, den staatlichen Anteil von 12,7 Prozent an dem Frankfurter Bankhaus zu verkaufen.

Im Übernahmekampf mit der Unicredit will sich die Commerzbank nach eigenen Angaben mit dem Großaktionär arrangieren. Die Bundesregierung hatte den Übernahmeversuch der Unicredit gegen den Willen der Commerzbank lange kritisiert und vor allem auf eine starke Stellung für den Standort Frankfurt und Beschäftigungsgarantien gepocht.

Quelle: ntv.de, lme/rts

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