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„Gelebte Antipathie“: Millionen-Spende für 1860? Bayern-Boss wiegelt ab

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 30, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Gelebte Antipathie“

Millionen-Spende für 1860? Bayern-Boss wiegelt ab

30.07.2026 | 14:51 Uhr

1860 München kämpft nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga und der Trennung von Investor Ismaik ums Überleben? Auf Hilfe vom Erzrivalen FC Bayern können die 60er nicht hoffen. Der Bayern-Boss verweist auf einen Banner-Eklat.

Der TSV 1860 München ist sportlich wie finanziell schwer angeschlagen, auf Hilfe vom Stadtrivalen FC Bayern sollten die Löwen aber nicht zählen. „Den etwas unorthodoxen Vorschlag sehe ich etwas kritischer, weil es bis heute bei uns eine gelebte Antipathie von Mitgliedern und Fans gibt“, kommentierte Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen beim „Presseclub“ die Idee, den klammen Sechzigern mittels einer Spende über fünf Millionen Euro zu helfen: „Ich glaube nicht, dass unsere Mitglieder, zumindest Teile unserer Mitglieder, das positiv votieren würden. Ich sehe für die Überweisung also eher wenig Chancen.“

Diese gegenseitige Abneigung zeigte sich erst im Mai, als der FC Bayern wie gewohnt die Meisterschaft auf dem Marienplatz feierte. Anhänger von 1860 hatten ein riesiges Banner mit einem präparierten Bayern-Logo unter die Fans der Roten geschmuggelt. Dort stand nicht FC Bayern München, sondern „FC Bauern Hurensöhne“, im bayerischen Weiß-Blau prangte ein „Bekennerschreiben“ mit der Aufschrift 1860.

„Ohne Banner wäre es (eine Spende) einfacher, natürlich“, sagte Dreesen, der angab, über die Aktion „lachen“ zu können. „Es wäre was, wenn sich unsere Fans revanchieren könnten. So weit wird es aber nicht kommen. Also ich erlebe das sicherlich nicht mehr“, spöttelte der Bayern-CEO mit Verweis auf die Krise der Löwen, die letztmals 1966 deutscher Meister waren.

FC Bayern ohne „Schadenfreude“

Der TSV 1860 München hatte es nach Ende der Drittligasaison 2025/26 nicht geschafft, die nötige Summe für die Lizenz der 3. Liga aufzubringen – unter anderem, weil der seit vielen Jahren unter den 60-Fans verhasste Investor Hasan Isamik den Geldhahn zudrehte und die benötigte Zahlung von 2,7 Millionen Euro verweigerte. Der Klub kündigte den Kooperationsvertrag mit dem Jordanier daraufhin und trat den Gang in die Regionalliga an. Dort werden die Münchner ohne ihren Löwen auf der Brust auflaufen, weil die Merchandising-Rechte weiterhin bei Ismaik liegen.

„Ich wünsche 1860 München wirklich, dass sie wieder auf die Beine kommen. Ich bin auch optimistisch, dass sie das packen werden – insbesondere, weil sie unfassbar treue Fans haben, die seit Jahrzehnten eine unglaubliche Leidensfähigkeit zeigen“, sagte Dreesen zur kritischen Situation des Stadtrivalen. Der FC Bayern hege „keine Schadenfreude“.

In der Vergangenheit hatte der Rekordmeister angeschlagenen Klubs wie dem FC St. Pauli, dem 1. FC Kaiserslautern, Dynamo Dresden oder Union Berlin immer wieder mit „Retterspielen“ unter die Arme gegriffen – besonders auf Initiative des langjährigen Bayern-Managers und heutigen Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar

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