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Startseite»Nachrichten»„Goldjunge“ Munoz: Der WM-Star, den einst keiner wollte
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„Goldjunge“ Munoz: Der WM-Star, den einst keiner wollte

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 3, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Goldjunge“ Munoz

Der WM-Star, den einst keiner wollte

Die kolumbianische Nationalmannschaft schürt mit ihrer starken Vorrunde große WM-Hoffnungen. Mit Daniel Munoz stellt ein Rechtsverteidiger die Stars Luis Díaz und James Rodríguez in den Schatten.

Daniel Munoz ist dieser Tage ein gefragter Mann. In den Straßen von Bogotá grüßt er als Posterboy von den Wänden – und nutzte seine neue Popularität gar zur Gründung einer eigenen Kleidermarke. Dass er sich dafür kurzerhand selbst als Werbemodell vor die Kamera stellte, soll ihn auf seiner großen WM-Mission mit Kolumbien keinesfalls ablenken.

Denn nicht die Stars wie Luis Díaz oder James Rodríguez setzen bislang die Ausrufezeichen für die „Cafeteros“, vollkommen unerwartet nimmt der „Goldjunge“ aus Amalfi diese Rolle ein. Munoz spielte sich mit einer herausragenden Vorrunde bei der Weltmeisterschaft ins Rampenlicht, schoss als Rechtsverteidiger bei den Siegen gegen Usbekistan sowie die Demokratische Republik Kongo jeweils das 1:0 – und führte sein Team damit zum Gruppensieg vor Portugal.

Seine Karriere war fast vorbei

„Wir sind eine Familie, und hier ist der einzige Star die kolumbianische Mannschaft“, betonte Munoz: „Nichts kommt von allein, niemand schenkt uns etwas.“ Das gelte auch für Ghana, die im Sechzehntelfinale am Samstag (3.30 Uhr, ZDF und MagentaTV und im Liveticker bei ntv.de) in Kansas City der nächste Gegner sind. Bislang gewannen die Südamerikaner in ihrer Geschichte erst ein K.o.-Spiel bei einer WM, doch diese Schreckensbilanz soll sich nun ändern.

Dabei trägt mit Munoz jemand die Hoffnungen, der lange Zeit Welten entfernt war vom Profifußball. Geboren in Amalfi, wo sich einige der größten Goldminen Kolumbiens befinden, wurde er im Alter von 18 Jahren von sämtlichen Vereinen der Topligen abgelehnt. Deshalb wollte er in die USA auswandern, um dort einem „normalen“ Job nachzugehen. Weil aber sein Visumsantrag abgelehnt wurde, blieb Munoz in der Heimat und ging seiner großen Leidenschaft im Amateurbereich nach.

Laufrekorde in der Premier League

„Es war nicht einfach, an einen neuen Ort zu kommen“, erzählte der Spätentwickler rückblickend, „und zu wissen, dass einige der Teamkollegen bereits Profis waren.“ Dies gelang ihm erst im Alter von 21 Jahren, als ihn der Erstligist Águilas Doradas in Rionegro entdeckte. Mit seinen dortigen Leistungen zog er das Interesse seines Traumvereins Atlético Nacional auf sich. Von dort wechselte er nach Genk in Belgien und schließlich weiter zu seinem jetzigen Klub Crystal Palace.

In der Premier League gilt er als „Pferdelunge“, stellte bereits einige Laufrekorde auf. Trug beim Ex-Team von Oliver Glasner einen bedeutenden Anteil zu den Titeln in der Conference League, im FA Cup und im Supercup bei. Und wer weiß, wie weit Munoz im Schatten der Stars wie Díaz und Rodriguez bei der WM nun Kolumbien führen wird.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid

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