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Startseite»Nachrichten»Grund für Iran-Einigung: Trump hatte Angst vor Weltwirtschaftskrise wie 1929
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Grund für Iran-Einigung: Trump hatte Angst vor Weltwirtschaftskrise wie 1929

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Grund für Iran-EinigungTrump hatte Angst vor Weltwirtschaftskrise wie 1929

Vor dem US-Präsidenten liegt noch ein Haufen Arbeit, um eine endgültige Einigung mit dem Iran zu erzielen. (Foto: via REUTERS)

Donald Trump gibt zu, dass das Rahmenabkommen mit Iran aus seiner Sorge vor einer Wirtschaftskrise herrührt. Damit räumt er indirekt ein, welch immensen Einfluss Teheran auf die globale Ökonomie hat. Und er verstrickt sich wieder mal in Widersprüchen.

US-Präsident Donald Trump hat auf dem G7-Gipfel in Frankreich die vorläufige Einigung mit dem Iran verteidigt. Ein längerer Krieg im Nahen Osten hätte eine Wirtschaftskatastrophe auslösen können, sagte Trump vor Journalisten in Evian-les-Bains. „Ich wollte keine Wirtschaftskatastrophe erleben. Wäre das so weitergegangen, hätte das passieren können.“

Der republikanische Präsident sagte, er wolle nicht wie Herbert Hoover sein, der zur Zeit des Börsencrashs im Oktober 1929 US-Präsident war. Dieser löste die Weltwirtschaftskrise aus. „Alles, was ich weiß, ist, dass jedes Mal, wenn wir über die Möglichkeit von Frieden sprachen, der Aktienmarkt wie eine Rakete in die Höhe schoss“, sagte Trump. „Jedes Mal, wenn wir etwas Negatives sagten, wie zum Beispiel ‚Wisst ihr was, wir werden uns nicht einigen können‘, ging er sehr stark zurück.“

Trumps Äußerungen standen im Gegensatz zu früheren Bemerkungen. Damals hatte er erklärt, er erwarte höhere Ölpreise, liebe die Inflation und sei „nicht einmal ein bisschen“ motiviert, wegen der finanziellen Lage der Amerikaner eine Einigung zu erzielen. Jetzt sagte Trump Reportern, die Wirtschaft sei widerstandsfähig gewesen. Er habe vorausgesagt, dass die Aktienkurse infolge des Krieges um 25 bis 30 Prozent hätten fallen können. Die US-Streitkräfte hätten darauf verzichtet, die Ölpipeline des Irans zu bombardieren und so noch bedeutendere wirtschaftliche Auswirkungen vermieden. „Das hätte eine internationale Depression auslösen können“, sagte Trump.

Normalisierung wird dauern

Ökonomen zufolge ist die Unterzeichnung der Absichtserklärung eine gute Nachricht für die Weltwirtschaft, wenn sie Bestand hat. Es könne jedoch Monate dauern, bis sich die Handelsströme und die Treibstoffversorgung normalisierten.

Trump hatte einst behauptet, der Iran-Krieg sei eine Sache von einigen Tagen oder Wochen. Letztlich wurden daraus mehrere Monate. Durch Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus erreichte Teheran eine de-facto-Sperrung des wichtigen Seeweges mit global steigenden Preisen, besonders für Öl. Die USA waren nicht in der Lage, die Straße von Hormus wieder passierbar zu machen und reagierten ihrerseits mit einer Blockade für iranische Schiffe.

Quelle: ntv.de, rog/rts

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