Hinweis vom GeheimdienstSEK nimmt drei Terrorverdächtige in Nordrhein-Westfalen fest
Ein 33-jähriger Deutscher und zwei syrische Staatsangehörige geraten ins Visier der Ermittler. Sie sollen eine „staatsgefährdende Straftat“ vorbereitet haben. Zu Details des mutmaßlichen Vorhabens schweigen die Behörden.
Nach einem nachrichtendienstlichen Hinweis hat die Polizei Dortmund drei Männer in Unna und Hagen in Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Polizei besteht der Verdacht, dass die Männer eine „staatsgefährdende Straftat“ vorbereitet haben könnten. Die Beschuldigten stehen damit im Verdacht, einen Terroranschlag geplant zu haben. Das deutsche Gesetz erlaubt es den Behörden bei diesem Tatbestand, bereits im Planungsstadium einzugreifen – noch bevor ein möglicher Anschlag ausgeführt werden kann.
Die drei Männer wurden mit Unterstützung von Spezialeinsatzkräften festgesetzt, teilte die Polizei in Dortmund am späten Donnerstagabend mit. Bei den Verdächtigen handle es sich um einen 33-jährigen Deutschen aus Münster mit Wohnsitz in Unna sowie um zwei syrische Staatsangehörige im Alter von 20 und 24 Jahren, die in Hagen wohnen.
Die Maßnahme sei eng mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen und weiteren Sicherheitsbehörden abgestimmt worden, erklärte die Polizei. Zu Art und möglichem Ziel der mutmaßlich vorbereiteten Straftat machte sie zunächst keine Angaben. Die Hintergründe und weiteren Umstände seien Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Weitere Hintergründe sind bisher nicht bekannt.
Zuletzt kam es in Deutschland zu mehreren Festnahmen wegen Terrorverdachts – wie Mitte September in Brandenburg: Die Bundesanwaltschaft hatte im Landkreis Barnim einen mutmaßlichen Islamisten festnehmen lassen, der womöglich Anschläge gegen vermeintlich Ungläubige geplant hatte. Erstes Anschlagsziel sollte laut Ermittlern mutmaßlich eine Kirche in Bremen sein. Für die geplanten Anschläge hatte der 24-Jährige laut Bundesanwaltschaft bereits eine Schusswaffe besorgt und eine bestimmte Kirche in Bremen ausgekundschaftet. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe ordnete den Vollzug eines Haftbefehls an, sodass der 24-Jährige in Untersuchungshaft kam.
