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Startseite»Nachrichten»Hoffmann obsiegt: CDU-Kandidat gewinnt OB-Wahl in Aue gegen Rechtsextremen
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Hoffmann obsiegt: CDU-Kandidat gewinnt OB-Wahl in Aue gegen Rechtsextremen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Hoffmann obsiegtCDU-Kandidat gewinnt OB-Wahl in Aue gegen Rechtsextremen

Der Sieger augenscheinlich entspannt nach Bekanntgabe des Ergebnisses. (Foto: picture alliance/dpa)

Im ersten Wahlgang hatte im sächsischen Aue-Bad Schlema noch der Kandidat der rechtsextremen „Freien Sachsen“ die Nase vorn. Da er nicht die absolute Mehrheit erreichte, kommt es zum 2. Wahlgang. In dem setzt sich ein CDUler durch.

Der CDU-Kandidat Marcus Hoffmann hat die Oberbürgermeisterwahl in Aue-Bad Schlema im Erzgebirge gegen den Kandidaten der rechtsextremen „Freien Sachsen“ gewonnen. Hoffmann bekam im zweiten Wahlgang 5.007 Stimmen, sein Gegenkandidat Stefan Hartung kam auf 4.499 Stimmen, wie die Stadt bekanntgab.

Hartung hatte im ersten Wahlgang am 10. Mai noch die Nase vorn. Bei damals fünf Bewerbern verfehlte er jedoch mit 29,0 Prozent die erforderliche absolute Mehrheit. Der 37-Jährige war jahrelang Funktionär der NPD – heute „Die Heimat“. Er ist Mitglied des Stadtrates und des Kreistages.

Stefan-Hartung-Freie-Sachsen-Kandidat-fuer-das-Amt-des-Oberbuergermeisters-von-Aue-Bad-Schlema-gibt-nach-seiner-Niederlage-ein-Interview-Er-konnte-sich-im-zweiten-Wahlgang-nicht-gegen-den-Kandidaten-der-CDU-durchsetzen
Für Hartung reichte es im 2. Wahlgang nicht. (Foto: picture alliance/dpa)

Mit dem Wahlerfolg von Hoffmann bleibt die Stadt mit 19.000 Einwohnern in CDU-Hand. Der noch amtierende Oberbürgermeister Heinrich Kohl von der CDU ist seit 1999 Stadtchef von Aue. Nun scheidet er altersbedingt aus. Wahlgewinner Hoffmann arbeitet bisher im Bauamt der Stadt. Der 41-Jährige ist nach eigenen Angaben verheiratet und hat zwei Kinder. „Mein Herzensanliegen ist, dass die Menschen das Potenzial in der Stadt sehen, das ich sehe“, hatte er im Wahlkampf betont. Insgesamt waren mehr als 15.000 Bürgerinnen und Bürger zur Wahl des neuen Oberbürgermeisters aufgerufen.

Wer sind die „Freien Sachsen“?

Sein Kontrahent von den „Freien Sachsen“ war Mitbegründer der „Freien Sachsen“, deren Vize er heute ist. Laut dem sächsischen Verfassungsschutz handelt es sich um eine „als Partei organisierte Gruppierung von Neonationalsozialisten, Die-Heimat-Funktionären und weiteren Szeneangehörigen oder -sympathisanten“. Ihre verfassungsfeindlichen Aktivitäten richteten sich gegen den Bestand des Bundes, heißt es. So strebe die Partei mehr Autonomie für Sachsen an – notfalls auch einen „Säxit“ in Anlehnung an den Brexit genannten Ausstieg des Vereinigten Königreiches aus der EU. Sachsen wird dabei nicht nur in den heutigen Grenzen verstanden, sondern in denen des einstigen Königreichs.

Die regional vertretenden Kleinstpartei wird vom sächsischen Verfassungsschutz – und auch vom Bundesverfassungsschutz – als rechtsextrem eingestuft und hat nach eigenen Angaben etwa 1.200 Mitglieder. Die Partei organisiert immer wieder öffentlichen Protest – etwa Fackelmärsche gegen Asylbewerberunterkünfte.

Nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz versuchten die „Freien Sachsen“ auch abseits des Straßenprotests, Einfluss in den Parlamenten zu gewinnen – sie traten bei den Kommunal- und Landtagswahlen an. „Die „Freien Sachsen“ sehen die politischen Prozesse in erster Linie als nützliches Werkzeug zur Vorbereitung eines Systemwechsels“, heißt es auf der Internetseite der Behörde.

Die Stadt Aue-Bad Schlema liegt im Erzgebirge, das überregional für Bergbautradition, Kunsthandwerk und Wintersport bekannt ist. Im kommenden Jahr ist sie Gastgeber der sächsischen Landesgartenschau.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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