In einigen Regionen von Guatemala gilt inzwischen die höchste Warnstufe – denn der Feuervulkan ist wieder ausgebrochen. 1.400 Menschen wurden evakuiert. Behörden sperrten den Zugang zu einem Nachbarvulkan – weil sich Schaulustige in Gefahr begaben.
Eine Säule aus Asche, Gasen und Lavafragmenten aus, die vier bis fünf Kilometer hoch in den Himmel steigt – so beschreibt der nationale Katastrophenschutz Conred auf der Plattform X den jüngsten Ausbruch des Feuervulkans (Volcán de Fuego) in Guatemala.
Für drei Verwaltungsbezirke wurde die höchste Alarmstufe rot ausgerufen. Erste Dörfer nahe dem Vulkan in dem mittelamerikanischen Land mussten evakuiert werden. Mehr als 1.400 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, sagte die Leiterin von Conred, Claudinne Ogaldes.
Etwa 29.000 Menschen betroffen
Anwohner suchten Schutz in Notunterkünften. Der Schulunterricht wurde abgesagt. Von dem Ausbruch betroffen sind laut Urízar rund 29.000 Menschen in verschiedenen Ortschaften – etwa durch den Ascheregen.
Die Aschewolken dehnen sich aktuell etwa 120 Kilometer in westlicher und nordwestlicher Richtung aus und könnten den Flugverkehr in den Verwaltungsbezirken Chimaltenango und Suchitepéquez beeinträchtigen. Die höchste Alarmstufe gilt für diese beiden Regionen sowie für Escuintla.
Hunderte Menschen mussten wegen des Vulkansausbruchs in Notunterkünfte ausweichen.
Nachbarvulkan wegen Schaulustigen gesperrt
Medienberichten zufolge sollen sich Touristen trotz eines Aufstiegsverbots auf den nahe gelegenen Vulkan Acatenango begeben haben, um von dort aus die Aktivität des Feuerbergs zu beobachten und Videos davon in Sozialen Medien zu posten. Der Zugang zum Vulkan wurde später gesperrt, wie die Nationale Zivilpolizei auf X mitteilte.
Der knapp 3.800 Meter hohe Feuervulkan ist einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas. Im vergangenen Jahr gab es zwei größere Ausbrüche. Bei einer heftigen Eruption im Jahr 2018 kamen rund 200 Menschen ums Leben.
