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Startseite»Nachrichten»„Ich hatte Gänsehaut“: Mehr als 11.000 Jahre alter Mastodon-Zahn in Bach gefunden
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„Ich hatte Gänsehaut“: Mehr als 11.000 Jahre alter Mastodon-Zahn in Bach gefunden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Ich hatte Gänsehaut“Mehr als 11.000 Jahre alter Mastodon-Zahn in Bach gefunden

Backenzahn des lange ausgestorbenen Mastodons.

Eine Geologin sucht in Kalifornien nach Lebensraum für einen bedrohten Frosch – und stolpert über einen Backenzahn, der seit mehr als 11.000 Jahren auf seinen Finder wartet. Es ist das vollständigste Mastodon-Fossil, das die Region je gesehen hat.

Eigentlich war die Geomorphologin Brigid Lynch wegen einer bedrohten Froschart in einem Naturschutzgebiet südlich von San Francisco unterwegs. In einem Bach, halb im Wasser, entdeckte sie plötzlich einen ungewöhnlich aussehenden Brocken. „Als Geologin war ich schon oft draußen und habe Dinge im Gelände gesehen, aber definitiv nichts so Aufregendes wie das hier“, sagte Lynch über den Fund. Denn wie sich herausstellte, war es der versteinerte Zahn eines urzeitlichen Pazifik-Mastodons (Mammut pacificus).

„Es ist der vollständigste Mastodontenbackenzahn aus unserer Gegend und der spektakulärste Mastodontenbackenzahn, den ich je gesehen habe“, sagte der Paläontologe Wayne Thompson. Der Zahn sei zudem in makellosem Zustand. „Ich hatte Gänsehaut und mir lief ein Schauer über den Rücken“, so Thompson. „Es ist ein weiteres Puzzleteil in der Eiszeit-Saga, das wir nun an seinen Platz setzen können.“

FINAL Mastodon Tooth - Haley Grunloh_0
Künstlerische Darstellung eines pazifischen Mastodons. Forscher gehen davon aus, dass Mastodons ihre Rüssel um Äste wickelten, um das Laub vom Baum abzureißen und sich davon zu ernähren. (Foto: Haley Grunloh/Midpen)

Das Pazifik-Mastodon ist die jüngste anerkannte Mastodon-Art und unterscheidet sich vom amerikanischen Mastodon (Mammut americanum) durch seine schmaleren Zähne, dickeren Beinknochen und die unterschiedlichen Stoßzähne. Forscher gehen davon aus, dass das Verbreitungsgebiet der Pazifik-Mastodons die Gebiete des heutigen Kaliforniens, Oregons, der nördlichen Rocky-Mountain-Region im Westen der Vereinigten Staaten sowie Teile Mexikos umfasste.

Laub von den Bäumen gefressen

Die massiven Pflanzenfresser durchstreiften die lokalen Ökosysteme während des Pleistozäns, das vor 2,5 Millionen Jahren begann und bis zu ihrem Aussterben vor etwa 11.700 Jahren andauerte. Im Gegensatz zu Mammuts, die ebenfalls in der Region vorkamen und sich von Gräsern ernährten, galten Mastodonten als Laubfresser, die mit ihren massiven Rüsseln Blätter, weiche Triebe oder Früchte von hochwachsenden, meist holzigen Pflanzen abstreiften.

„Fossilien sind unsere einzige Möglichkeit, Einblicke in die Artenvielfalt der Vergangenheit zu gewinnen“, erklärte Christine Garcia, Kuratorin und Leiterin der geowissenschaftlichen Sammlung an der Stanford University. „Wir können Fossilien untersuchen, um die Vergangenheit der Erde, die einstige Tierwelt und das Ökosystem, zu dem sie gehörten, besser zu verstehen – und um bessere Vorhersagen zu treffen und fundiertere Entscheidungen darüber zu treffen, wie wir dazu beitragen können, dass unsere Ökosysteme und die Artenvielfalt auch in Zukunft gedeihen.“

Quelle: ntv.de, kst

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Dr. Heinrich Krämer
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