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Startseite»Politik»Im Juni so viele Badetote wie seit 23 Jahren nicht mehr
Politik

Im Juni so viele Badetote wie seit 23 Jahren nicht mehr

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 12.07.2026 • 06:36 Uhr

Die extreme Hitzewelle treibt die Menschen in Seen, Flüsse und ans Meer. Die dramatische Folge: Im Juni gab es laut DLRG so viele Badetote wie seit mehr als 20 Jahren nicht zum Start des Sommers.

Im vergangenen Monat mit seiner extremen Hitzewelle sind bundesweit so viele Menschen ertrunken wie in keinem Juni seit mehr als 20 Jahren. Mindestens 99 Menschen ertranken, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte. Zuletzt wurden im Hitzesommer 2003 mit 107 verunglückten Menschen mehr Badetote im Monat Juni gezählt.

„Der tragische Start in die Badesaison gibt Anlass zur Sorge, dass bei weiteren Hitzewellen im Hochsommer erneut viele Menschen ihr Leben im Wasser verlieren könnten“, sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt.

Opfer sind männlich – und jung

Vor allem Männer unterschätzten die Gefahren: „Über 90 Prozent der Todesopfer im Juni waren männlich; unter den jungen Leuten sogar alle“, sagte Vogt. „Wir appellieren deshalb besonders an Jungen und Männer, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten.“

2025 waren vier von fünf Ertrunkenen laut DLRG männlich. Im Juni waren 40 der Badetoten nicht älter als 30 Jahre. 35 Verunglückte bekannten Alters waren über 50 Jahre alt.

Viele Menschen können nur schlecht schwimmen

Viele unterschätzen demnach etwa Strömungen oder den Temperaturunterschied beim Sprung ins Wasser. Hinzu komme, dass viele Menschen schlecht schwimmen könnten. Zudem solle nie unter Alkohol- und Drogeneinfluss gebadet werden. Überdies sollten die Menschen Kinder immer beaufsichtigen, auf Mitmenschen achten, beim Paddeln oder Surfen eine Schwimmweste tragen, genug trinken und sich nicht zu lange der Sonne aussetzen.

Die meisten tödlichen Unglücke ereigneten sich im Juni in Seen und Flüssen – in Schwimmbädern, in Kanälen und im Meer starben weniger Menschen.

Nordrhein-Westfalen zählte im Juni mit 22 Badetoten die meisten Todesopfer. Im Vorjahresmonat waren es dort noch 12. An zweiter Stelle lag Bayern mit 21 Opfern nach 22 ein Jahr zuvor, gefolgt von Baden-Württemberg mit 13 (7) Badetoten.

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