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Startseite»Politik»Iran übermittelt Antwort auf US-Vorschlag über neue Verhandlungen
Politik

Iran übermittelt Antwort auf US-Vorschlag über neue Verhandlungen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 10, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Stand: 10.05.2026 • 17:31 Uhr

Die USA hatte Iran einen 14-Punkte-Vorschlag zur Aufnahme von Friedensgesprächen vorgelegt. Jetzt hat Teheran seine Antwort an Vermittler Pakistan übermittelt. Die Golfstaaten melden derweil neue iranische Angriffe.

Iran hat eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet. Pakistan bestätigte den Erhalt der Antwort. Über den Inhalt ist allerdings bisher nichts bekannt. Gemäß dem vorgeschlagenen Plan würden sich die Verhandlungen in dieser Phase auf die Beendigung des Krieges in der Region konzentrieren, hieß es lediglich.

Irans Regierung hatte vor wenigen Tagen mitgeteilt, man prüfe einen Vorschlag aus den USA. Dabei handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.

Armeekommandeur trifft Chamenei

Der zögerlichen Annäherung zum Trotz gibt Iran sich weiter kampfbereit. Irans Armeekommandeur Ali Abdollahi hat dem iranischen Staatsfernsehen zufolge den bislang öffentlich nicht aufgetretenen obersten Führer der Islamischen Republik, Modschtaba Chamenei, getroffen. Bei dem Treffen habe Chamenei „neue Anweisungen und Richtlinien für die Fortsetzung der Einsätze zur Bekämpfung des Feindes“ erteilt. Einzelheiten wurden nicht genannt, auch Angaben zum Zeitpunkt des Treffens machte das Staatsfernsehen nicht.

Wenige Tage zuvor hatte Irans Präsident Massud Peseschkian gesagte, dass er sich mit Modschtaba Chamenei getroffen habe. Auch er äußerte sich nicht zum Zeitpunkt des Treffens. Chamenei hatte nach der Tötung seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen zu Beginn des Iran-Krieges dessen Nachfolge als politisches und religiöses Oberhaupt Irans angetreten.

Allerdings trat er seit seiner Ernennung bislang nicht öffentlich auf. Auch hat er nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Dies löste Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Aufenthaltsort aus.

Golfstaaten melden Drohnenbeschuss

Inmitten des Ringens um eine diplomatische Lösung ist die Waffenruhe erneut verletzt worden. Der Golfstaat Kuwait wurde von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen. Die Streitkräfte hätten dort „mehrere feindliche Drohnen“ im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten neuen Beschuss. Die Flugabwehr habe zwei iranische Drohnen abgewehrt, so das emiratische Verteidigungsministerium.

Seit dem Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran als Vergeltung für die Luftangriffe der USA und Israels auch Ziele in mehreren Golfstaaten, darunter Kuwait, ins Visier genommen. Zudem griffen pro-iranische Milizen „feindliche Stützpunkte“ im Irak und anderen Ländern der Region an. Nach Angaben der Golfstaaten hielten diese Attacken auch nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA an.

Angriff auf Frachter vor Katars Küste

Zusätzlich zu den Angriffen auf dem Land ist auch ein Frachtschiff vor der Küste Katars beschossen worden. Ein Frachter habe gemeldet, dass er am frühen Sonntagmorgen 23 Seemeilen nordöstlich von Doha von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden sei, teilte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) mit. Daraufhin sei ein kleines Feuer ausgebrochen, das aber bereits gelöscht sei. Es gebe keine Verletzten, auch seien keine Umweltschäden entstanden.

Der Vorfall ereignete sich, nachdem die Islamische Revolutionsgarde gedroht hatte, US-Frachter in der Region anzugreifen. „Jeder Angriff auf iranische Öltanker und Handelsschiffe wird einen harten Gegenschlag gegen eine der amerikanischen Einrichtungen in der Region sowie gegen feindliche Schiffe nach sich ziehen“, erklärte die Revolutionsgarde gestern laut Staatsmedien.

Die USA hatten zuvor zwei iranische Schiffe angegriffen. Nach Angaben des für die Golfregion zuständigen US-Zentralkommandos (Centcom) wurden die beiden iranischen Frachtschiffe am Freitag im Golf von Oman von US-Kampfflugzeugen mit „Präzisionsmunition“ beschossen. Bereits in der Nacht zuvor hatte es Gefechte in der strategisch bedeutenden Straße von Hormus gegeben.

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Dr. Heinrich Krämer
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