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Startseite»Politik»Iran und Oman einigen sich auf neue Route durch Straße von Hormus
Politik

Iran und Oman einigen sich auf neue Route durch Straße von Hormus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 05.08.2026 • 18:38 Uhr

Nach Angaben aus Teheran haben sich Iran und Oman auf eine neue Route durch die Straße von Hormus geeinigt. Sie würde Iran deutlich mehr Kontrolle über die Wasserstraße geben. Die USA waren nicht an der Einigung beteiligt.

Iran und Oman haben sich nach Angaben aus Teheran auf eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus verständigt. Beide Seiten hätten sich auf die „geografischen Koordinaten“ für die Route durch die Meerenge geeinigt, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Eine gemeinsame Erklärung werde derzeit fertiggestellt, so Baghai – „wenn bestimmte dritte Parteien den Prozess nicht behindern“. Die USA waren nicht Teil der Einigung und haben bisher noch keine Stellung dazu genommen.

Irna zufolge sagte Baghai, diese Einigung bedeute nicht, dass die Meerenge für alle durchfahrenden Schiffe sicher geworden sei. „Die Faktoren, die die Straße von Hormus unsicher machen, bestehen seitens der Vereinigten Staaten nach wie vor“. Dies betreffe „insbesondere die Seeblockade und andere aggressive und bedrohliche Maßnahmen gegen Iran und seine Interessen“. Oman hat sich noch nicht öffentlich dazu geäußert.

Mehr Kontrolle für Iran?

Iran hatte zuvor eine Art Rundkurs für den Weg durch die Straße von Hormus ins Spiel gebracht: Gemeinsam mit dem Anrainerstaat Oman könnten Frachter auf einer nördlichen Route durch iranische Hoheitsgewässer in die Straße von Hormus einfahren. Nachdem die Schiffe Häfen in Iran oder in arabischen Golfstaaten angelaufen haben, könnten sie für die Rückfahrt eine südliche Route durch omanische Hoheitsgewässer nutzen.

Das würde Iran Kontrolle über die Schiffe geben, die in die Wasserstraße einfahren – einer der Gründe, weshalb es laut New York Times Vorbehalte gegen diese Lösung im US-Verteidigungsministerium gibt.

Welche Teile des Vorschlags jetzt in der mit Oman geschlossenen Vereinbarung stehen, ist noch nicht bekannt. Auch, ob es vorgesehen ist, dass Iran und Oman Gebühren für die Durchfahrt erheben, ist nicht klar.

Noch keine Einigung mit den USA in Sicht

Trotz dieses Schritts in Richtung einer Einigung widersprachen eine hochrangige iranische Quelle und zwei regionale Beamte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters den Behauptungen von US-Präsident Donald Trump, ein Abkommen zur Wiederöffnung der Meerenge stehe kurz bevor. Sie erklärten, wichtige Details müssten noch vereinbart werden.

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