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Startseite»Nachrichten»Jobabbau setzt Microsoft zu: Chip-Werte geben Wall Street Auftrieb
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Jobabbau setzt Microsoft zu: Chip-Werte geben Wall Street Auftrieb

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 6, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Jobabbau setzt Microsoft zuChip-Werte geben Wall Street Auftrieb

Die heiße Phase der Bilanzsaison beginnt kommende Woche. (Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Der Halbleiter-Boom sorgt zeitweise für ein Rekordhoch beim Dow Jones. Für Unruhe sorgt der Personalabbau bei Microsoft. An der Börse werden Zweifel über die Investitionsausgaben des US-Konzerns lauter.

Eine Erholung bei Chip-Werten hat die Rally an den US-Börsen weiter vorangetrieben. Die Technologiebörse Nasdaq gewann nach dem langen Wochenende bis zu 1,5 Prozent auf rund 26.210 Zähler. Der breit gefasste S&P 500 legte am Montag bis zu 0,8 Prozent auf 7542 Punkte zu. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte sprang zwischenzeitlich auf ein frisches Rekordhoch und lag leicht fester bei 52.950 Punkten.

Angetrieben wurde die Rally von Halbleiterwerten. Der Philadelphia Semiconductor Index sprang nach zwei Verlusttagen um bis zu fünf Prozent nach oben. Die Aktien von Broadcom kletterten um vier Prozent, nachdem der Chiphersteller eine Verlängerung seiner Partnerschaft mit Apple bis 2031 bekanntgegeben hatte. Zudem steht der Börsengang des südkoreanischen Chipherstellers SK Hynix an der Wall Street bevor, was die Stimmung im Sektor zusätzlich stützte.

Das Emissionsvolumen werde voraussichtlich bei 28 Milliarden Dollar liegen, hieß es in einer am Montag veröffentlichten Pflichtmitteilung von SK Hynix. Dies wäre die größte Emission sogenannter American Depositary Receipts (ADRs) der Geschichte und nach SpaceX der zweitgrößte Börsengang überhaupt. Bei diesem Börsengang gehe es aber nicht allein darum, Kapital aufzunehmen, betonte Dave Mazza, Chef des Vermögensverwalters Roundhill. „SK Hynix ist eines der weltweit bedeutendsten Unternehmen, an dem die meisten US-Investoren nicht ohne Weiteres Anteile halten konnten.“ Mit der Zweitnotiz an der Wall Street falle diese Hürde weg.

Microsoft-Aktien geben nach Stellenabbau nach

Auch die Papiere der Speicherchip-Hersteller Western Digital, Seagate und Micron Technology legten in der Spitze zwischen 4,5 und 11,5 Prozent zu. Dagegen gaben Microsoft-Aktien um bis zu 2,4 Prozent nach. Der Konzern kündigte an, etwa 2,1 Prozent seiner Belegschaft abzubauen, was rund 4800 Stellen entspricht. In der US-Tech-Branche gibt es angesichts der massiven KI-Investitionen eine Welle von Entlassungen.

„Der Markt signalisiert damit, dass Microsoft sich nicht alle seine Investitionsausgaben leisten kann und es noch keine klare Rendite auf das investierte Kapital gibt“, sagte Thomas Hayes, Vorsitzender von Great Hill Capital. „Daher wird der Personalabbau anstelle einer Dämpfung der Investitionsausgaben als negativ wahrgenommen.“

Doch auch bei Branchen außerhalb des Tech-Sektors griffen Anleger zu. Börsianer werteten die jüngste Stärke in den Sektoren Gesundheitswesen, Industrie und Finanzen als Zeichen, dass sich die Rally über den Chip- und KI-Handel hinaus ausweiten könnte. „Der ‚Everything-Trade‘ ist nach wie vor lebendig und gut in Form“, konstatierte Hayes. „Ich glaube, dass Sektoren, die während des Iran-Konflikts bereits abgeschrieben wurden, weiterhin eine Outperformance zeigen und verstärkt nachgefragt werden.“

Nachdem sich der US-Arbeitsmarkt im Juni deutlich abgekühlt hat, haben Anleger ihre Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank zurückgeschraubt. Als nächste große Bewährungsprobe wird nun die US-Berichtssaison gesehen. Mit Spannung warten Anleger vor allem auf die Geschäftszahlen der Technologieunternehmen. Mit Pepsi und Delta Airlines werden bereits diese Woche die ersten Quartalszahlen wichtiger US-Unternehmen erwartet. Die heiße Phase der Bilanzsaison fängt jedoch kommende Woche mit den Finanzberichten der US-Großbanken an.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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