Viele Teile Europas litten zuletzt unter Hitzewellen, Trockenheit und Waldbränden. Neue Daten zeigen nun: In Westeuropa waren die beiden vergangenen Monate so heiß wie noch nie. Auch in den Weltmeeren wurden Höchstwerte gemessen.
Im Juni und Juli war es in Westeuropa so heiß wie nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Durchschnittstemperatur in der Region, zu der auch Deutschland zählt, betrug in dem Zeitraum 21,62 Grad, wie das EU-Klimabeobachtungsprogramm Copernicus mitteilte. Damit lag sie 2,79 Grad über dem langjährigen Referenzwert von 1991 bis 2020.
Allerdings verweist Copernicus auf ein ausgeprägtes Temperaturgefälle von West- nach Osteuropa und Skandinavien, wo es wesentlich kühler war. Für Gesamteuropa war der vergangene Monat mit einer Mitteltemperatur von 20,49 Grad nur der elftwärmste Juli. Weltweit war er – zusammen mit 2024 – mit etwa 16,90 Grad der zweitwärmste.
Höchstwerte bei Mittelmeer-Wassertemperaturen
Auch die Weltmeere waren mit Ausnahme der Polargebiete im Juli so aufgeheizt wie nie zuvor in dieser Jahreszeit. Die Meeresoberflächentemperatur lag den Angaben zufolge bei durchschnittlich 20,96 Grad. Der bisherige Höchstwert von 20,89 Grad stammt aus dem Juli 2023. Entlang der Atlantikküste und im westlichen Mittelmeer erreichten die Wassertemperaturen Rekordwerte, die mit starken maritimen Hitzewellen einhergingen.
Trockenheit hält an
Zudem setzte sich die extreme Trockenheit in vielen europäischen Regionen fort. Wie schon im Juni und teilweise im Mai war es auch im Juli in vielen Regionen trockener als im Durchschnitt. Dies betraf vor allem Teile der iberischen Halbinsel und Frankreich, die zuletzt unter großen Waldbränden, aber auch Regionen Deutschlands, Österreichs, Ungarns und Großbritanniens.
Der Wasserstand der Flüsse lag in großen Teilen der trockenen Regionen deutlich unter dem langjährigen Mittel und erreichte örtlich sogar außergewöhnlich niedrige Werte. Besonders betroffen waren demnach die Seine, der Rhein und die Donau.
