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Startseite»Nachrichten»„Komplexe Realitäten“: IOC führt „konstruktive Gespräche“ mit Russland – und holt Belarus zurück
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„Komplexe Realitäten“: IOC führt „konstruktive Gespräche“ mit Russland – und holt Belarus zurück

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Komplexe Realitäten“IOC führt „konstruktive Gespräche“ mit Russland – und holt Belarus zurück

Das IOC sieht seine Mission darin, eine „Sportplattform zu erhalten, die der Welt Hoffnung gibt“. (Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Besonders zu Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine hilft Belarus kräftig mit. Deshalb sanktioniert das IOC das Land – und verbietet den Athletinnen und Athleten die Teilnahme an internationalen Wettbewerben. Damit ist nun Schluss. Mit Russland wird derweil weiter gesprochen.

Das Internationale Olympische Komitee hat die Sanktionen gegen Athletinnen und Athleten aus Belarus aufgehoben. Das teilte das IOC nach einer Sitzung der Exekutive unter der Führung von Präsidentin Kirsty Coventry mit. Sportler aus Belarus dürfen damit in internationalen Wettkämpfen wieder unter eigener Flagge und mit eigener Hymne starten, auch Mannschaften sind wieder zugelassen. Russland bleibt dagegen vorerst ausgeschlossen.

Beide Nationen waren seit dem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 weitestgehend aus dem Weltsport verbannt worden. Nur Einzelathleten, die den Krieg nicht aktiv unterstützen, durften unter neutralem Status starten. Diese Empfehlung an die Weltverbände nahm das IOC nun zumindest für Belarus zurück.

„Angesichts der zunehmend komplexen Realitäten und Folgen des aktuellen geopolitischen Kontextes, einschließlich der steigenden Zahl von Kriegen und Konflikten, und der wachsenden globalen Instabilität muss das IOC seiner Mission gerecht werden, eine wertebasierte und wahrhaft globale Sportplattform zu erhalten, die der Welt Hoffnung gibt“, hieß es in der Begründung.

Russland bleibt daher nicht wegen des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs außen vor. Das IOC hatte das Nationale Olympische Komitee (ROC) im Herbst 2023 suspendiert, nachdem das ROC vier von Russland annektierte Gebiete aufgenommen hatte. Trotz „konstruktiven Gesprächen“ sei eine Lockerung der Sanktionen daher noch nicht möglich, die Rechtskommission des IOC prüfe den Fall weiter.

Zudem habe die Exekutive „mit Besorgnis die jüngsten Informationen zur Kenntnis genommen, welche die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veranlasst haben, das russische Anti-Doping-System zu untersuchen“. Das Komitee wolle sich „ein besseres Bild der Situation“ verschaffen.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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