Krankenhäuser überfordertMehr als 500 Kinder bei Masernausbruch in Bangladesch gestorben
In Bangladesch grassiert seit wenigen Wochen das Masernvirus. Jetzt wird die Schwelle von 500 Todesfällen überschritten. Bei den Opfern handelt es sich ausschließlich um Kinder.
Durch einen Ausbruch der Masern sind in Bangladesch innerhalb weniger Wochen mehr als 500 Kinder ums Leben gekommen. Allein seit Freitag seien 13 weitere Todesfälle hinzugekommen, erklärte das Gesundheitsministerium in Dhaka. Seit Mitte März starben demnach 512 Kinder an den Masern. Die Krankenhäuser der Hauptstadt sind mit dem Ansturm von Patientinnen und Patienten überfordert, auf den Intensivstationen stehen nicht ausreichend Betten bereit.
Am stärksten von der aktuellen Masern-Welle betroffen sind nach offiziellen Daten Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, hat das Land eine Massen-Impfkampagne gestartet. Laut der UN-Kinderhilfsorganisation Unicef wurden seither bereits rund 18 Millionen Kinder geimpft. Laut Unicef hatte das politische Chaos rund um die Massenproteste und den Sturz der autokratischen Regierung im Jahr 2024 dazu geführt, dass zahlreiche Kinder keine Masern-Impfung erhielten.
Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, sie können bleibende Schäden verursachen oder gar zum Tod führen. Die Krankheit kann Menschen jeden Alters befallen, ist aber bei Kindern am stärksten verbreitet.
