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Startseite»Nachrichten»Lewis Hamilton ist ganz verliebt: Formel-1-Spitzenreiter Antonelli lässt alle Zurückhaltung fallen
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Lewis Hamilton ist ganz verliebt: Formel-1-Spitzenreiter Antonelli lässt alle Zurückhaltung fallen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 25, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Lewis Hamilton ist ganz verliebtFormel-1-Spitzenreiter Antonelli lässt alle Zurückhaltung fallen

Kimi Antonelli wird mit jedem Erfolg selbstbewusster. (Foto: picture alliance / DPPI media)

Sein enormer Ehrgeiz bringt Kimi Antonelli als Teenager in die Formel 1, nun blüht der Mercedes-Pilot endgültig auf. Das ist keine gute Nachricht für Teamkollege George Russell, wie sich beim Rennen in Kanada zeigt. Das beendet Lewis Hamilton mit ganz viel Liebe.

Kimi Antonelli und George Russell lieferten sich in Kanada harte Duelle, der Zweikampf bei Mercedes wird intensiver – das könnte in der langen Saison noch für Aufregung sorgen. Ansonsten sah die Formel 1 in Montréal einen glücklichen Lewis Hamilton und viel Frust bei McLaren und Audi. Erkenntnisse vom fünften Saison-Wochenende.

Kimi Antonelli ist mehr Löwe als Welpe

Man könne keinen „Löwen“ am Lenkrad erwarten, der sich ansonsten aber wie ein „Welpe“ verhält. Diesen Hinweis gab Mercedes-Teamchef Toto Wolff im Laufe des Wochenendes, und genau das lernt die Welt derzeit über Kimi Antonelli. Der 19-Jährige wirkt stets so zurückhaltend und freundlich, aber so langsam dringt sein enormer Ehrgeiz durch. Im Sprint und im Rennen von Kanada ließ er seinem Teamkollegen George Russell keine ruhige Minute. Es war nicht alles perfekt, was Antonelli machte, aber er machte es mit Überzeugung. Auch im Funk lässt er mittlerweile jede Zurückhaltung fallen, fordert sein Recht gegenüber dem prominenten Teamrivalen ein. Antonelli benimmt sich, wie der souveräne WM-Spitzenreiter, der er mittlerweile ist. In Kanada gewann er sein viertes Rennen nacheinander und baute die Führung im Klassement auf 43 Punkte aus. Das sind gute Voraussetzungen für ihn – gleichzeitig allerdings der Nährboden für weitere Eskalationen im internen Duell bei den Silberpfeilen.

Lewis Hamilton liebt seinen Job wieder

Der Engländer kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus, „ich liebe diesen Job, es ist der beste Job der Welt“, sagte Hamilton – was so ein schnöder zweiter Platz doch machen kann mit einem, der schon sieben Mal Weltmeister war. Doch es hatte sich eben einiges aufgestaut. Das erste Jahr bei Ferrari war eine Enttäuschung ohne einen einzigen Podestplatz, 2026 stand Hamilton nun schon zweimal auf dem Treppchen. Kanada war der bisherige Höhepunkt seiner Karriere in Rot und das Ergebnis harter Arbeit, sagt der 41-Jährige: „Ich kann gar nicht erklären, wie tief wir graben mussten, um so eine Leistung rauszuholen.“ Der Optimismus ist zurück bei Hamilton, der im vergangenen Winter ja noch dem Karriere-Ende nahe schien. Und: Als Nächstes geht es nach Monaco, eine Strecke, auf der es nicht auf Motorleistung ankommt. Der Ferrari könnte da besonders gut funktionieren. „Das wird Spaß machen“, sagt Hamilton.

Kollektiv-Versagen vom Titelverteidiger

Zur Wahrheit gehört allerdings, dass sein Erfolg in Kanada durch das Kollektiv-Versagen bei McLaren erheblich begünstigt wurde. Die völlig falsche Entscheidung für Intermediate-Reifen auf fast trockener Strecke setzte schon vor dem Start den Ton für diesen traurigen Sonntag. Lando Norris‘ Auto machte durchgehend Probleme und musste irgendwann abgestellt werden, Oscar Piastri leistete sich einen unnötigen Auffahrunfall und kassierte eine Zehn-Sekunden-Strafe. Auch an seinem Boliden machte die Technik zudem Ärger. Gerade erst hatte McLaren ein wirklich gutes Wochenende in Miami hinter sich, doch Montréal war eine echte Bremse für die Ambitionen der Weltmeister.

Für Hülkenberg ist es verhext

Es ist wirklich wie verhext für Nico Hülkenberg. Das Abonnement auf den elften Startplatz ist ja eigentlich kein größeres Problem: Die Punkteränge sind so oft so nah, irgendwann muss es auf diese Weise doch mal klappen. Doch Montréal zeigte mal wieder: Für den Deutschen geht schief, was schiefgehen kann. Auch Audi hatte Intermediates aufgezogen, auch Hülkenberg musste daher früh für Slicks an die Box. Am Ende wurde er trotzdem noch Zwölfter – hätte es den Fehlgriff zu Rennbeginn nicht gegeben, dann hätte Hülkenberg in Kanada vielleicht erstmals Punkte für Audi geholt.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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