Machtkampf bei Real MadridPräsidentschaftskandidaten liefern sich bizarren Überbietungs-Wahlkampf
Bei Real Madrid, dem teuersten und erfolgreichsten Fußball-Klub der Welt, tobt ein Kampf um die Macht. Kurz vor der Präsidentenwahl fahren die Anwärter bizarre Kampagnen, in denen einer den anderen mit Versprechen zu überbieten versucht.
Amtsinhaber Florentino Pérez lockt mit Ibrahima Konaté und Jose Mourinho, sein Konkurrent Enrique Riquelme verspricht gar die Verpflichtung von Erling Haaland und Rodri. Vor den Präsidentschaftswahlen von Real Madrid überbieten sich die beiden Kandidaten mit „Geschenken“ für eine erfolgreiche Zukunft. Am Sonntag soll die Wahl stattfinden.
Pérez, der für die außerordentliche Wahl mit einer konfusen Pressekonferenz gesorgt hatte, wird offensichtlich den früheren Real-Coach Mourinho als Nachfolger von Álvaro Arbeloa zurückholen. Ein Video, das den 63-jährigen Mourinho in einem Real-Shirt zeigt, veröffentlichte Perez. Der Portugiese sagt dort schlicht „ja“. Benfica bestätigte am Donnerstag in einer obligatorischen Meldung an die Börse, dass Pérez im Falle eines Wahlsiegs „die feste Absicht habe“, Mourinho zu verpflichten, und nannte eine festgeschriebene Ablösesumme von 15 Millionen Euro für den Startrainer. Bislang war von sechs Millionen Euro ausgegangen worden.
„Wenn ich Präsident werde, wird er für Real Madrid spielen“
Überdies möchte Amtsinhaber Pérez den früheren Bundesligaprofi Konaté nach Madrid holen. Sofern er gewählt würde, käme der ablösefreie Innenverteidiger nach dem Abschied vom FC Liverpool zum spanischen Fußball-Rekordmeister.
Sein Herausforderer Riquelme gab sich mit ablösefreien Verpflichtungen nicht zufrieden. Von Manchester City wolle er Stürmerstar Haaland holen, denn dieser habe den Wunsch, zu Real zu kommen, sagte er bei Antena 3. Und Mittelfeldspieler Rodri „hat einen Vertrag bei Manchester City, den wir respektieren müssen. Wir würden aber bereits am Montag Gespräche aufnehmen.“ Rodri könne die Lücke im defensiven Mittelfeld stopfen und passe ins Profil. „Wenn ich Präsident werde, wird er für Real Madrid spielen“, versprach Riquelme.
