Abus Magomedov gehört zur Weltspitze in Mixed Martial Arts, doch sein Platz im UFC-Ranking bleibt umkämpft. Vor seinem nächsten Duell spricht der Düsseldorfer über große Namen, alte Rechnungen und darüber, warum ein Sieg nicht genügt.
Abus Magomedov ist erwiesenermaßen der beste MMA-Kämpfer Deutschlands. Der Düsseldorfer steht im Mittelgewicht (bis 84 kg) auf Platz 13 der Rangliste in der Ultimate Fighting Championship (UFC) – keiner steht international besser da. Der 36-Jährige ist zu einer Art Türsteher für die besten Kämpfer seiner Gewichtsklasse geworden – und muss seinen Platz bei UFC 333 (am 24. Oktober bei DAZN) gegen ein aufstrebendes Talent aus Australien verteidigen.
Für seinen Kampf in Abu Dhabi hatte sich der 36-Jährige eigentlich eine UFC-Legende gewünscht. Magomedov wollte unbedingt gegen Israel Adesanya antreten. Mit Rowston ist es ein Teamkollege des Neuseeländers geworden. „Adesanya hat so getan, als hätte er meine Herausforderung nicht gehört. In einigen Videos habe ich aber gesehen, dass er genau weiß, wer ich bin“, so Magomedov im Interview mit ntv.de.
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Ob der Kampf in Zukunft noch interessant für ihn werden könnte, hängt davon ab, wie Adesanya ausgerechnet gegen einen Trainingspartner des Düsseldorfers abschneidet. Adesanya kämpft im Dezember gegen Shara „Bullet“ Magomedov. „Wenn er gegen Shara verliert, dann hat ihn ja bereits ein Magomedov besiegt. Dann wäre der Kampf nicht mehr so spannend“, so Abus.
Mit Rowston steht Magomedov auch keine leichte Aufgabe bevor. Der 31-Jährige hat seine bisherigen drei Kämpfe bei der UFC alle gewonnen. „Er kann gegen mich nur gewinnen“, sagt Magomedov über seinen Gegner. „Er wird schwieriger zu brechen sein, als ein Kämpfer, der alles erlebt hat. Er ist groß und hat einen Flow. Ich nehme ihn auf jeden Fall ernst.“ Auf sein starkes Ringen will sich Magomedov in Abu Dhabi allerdings nicht verlassen. „In der letzten Zeit wurden Kämpfer bei der UFC entlassen, die alle ihre Kämpfe gewonnen, aber langweilig gekämpft haben. Keiner hat Bock, mich 15 Minuten lang Ringen zu sehen. Ich will einen spektakulären Fight liefern.“
Dann würde er in jedem Fall seine Position in den Rankings behalten oder verbessern. Allerdings sind die Ranglisten in der Eliteorganisation lange ein umstrittenes Thema gewesen. Mittlerweile hat die UFC sogar zwei verschiedene: Eine wird von einem Panel aus Experten und Journalisten bestimmt, die andere durch KI. „Ich blicke da nicht mehr durch“, sagt Magomedov. „Zuletzt haben zwei Kämpfer die Gewichtsklasse gewechselt, da bin ich ein paar Plätze vorgerückt. Aus Spaß habe ich zu meinen Freunden einfach gesagt: Ich warte jetzt einfach ab. Irgendwann bin ich automatisch in den Top-5 und dann gibt’s den Titelkampf.“

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Trotz vier Siegen in seinen letzten fünf Kämpfen rotierte Magomedov regelmäßig rein und raus aus den Top-15. Die Amerikaner nennen diese Position „Gatekeeper“ – also Türsteher. Jemand der entscheidet, wer reinkommt in den erlesenen Kreis der Besten der Welt.
Gegen Top-Anwärter im Mittelgewicht und auch ehemalige Champions hat Magomedov bereits gekämpft, diese Duelle aber nicht für sich entscheiden können. Eine offene Rechnung würde er gerne in Zukunft begleichen. Gegen den Brasilianer Caio Borralho will er nochmal antreten. „Ich habe der UFC damals einen Gefallen getan und bin kurzfristig eingesprungen, habe in Brasilien gegen Borralho gekämpft. Mit einer kompletten Vorbereitung würde die Sache anders aussehen – da bin ich sicher.“
Verwendete Quelle: ntv.de
