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Marktbericht: Anleger vor US-Jobdaten zurückhaltend

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Marktbericht

Stand: 07.08.2026 • 07:38 Uhr

Vor wichtigen Daten vom US-Arbeitsmarkt möchten die Anleger die Risiken gering halten. Die Vorgaben aus den USA und Japan sind schwach, auch der DAX dürfte zunächst nur wenig weiterkommen.

Vor dem Xetra-Start taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex mit plus 0,2 Prozent auf 26.181 Punkte. Damit zeichnet sich auf Wochensicht ein Zuwachs von 2,2 Prozent ab.

Gestern war der DAX mit einem leichten Plus bei 26.140 Punkten aus dem Handel gegangen. Noch am Mittwoch hatte er zwischenzeitlich mit 26.403 Punkten den dritten Rekordstand in Folge markiert. „Die Anleger bewegen sich auf einem schmalen Grat zwischen Zuversicht und Vorsicht“, kommentierte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research die aktuelle Situation am Aktienmarkt.

Heute steht neben dem Iran-Krieg und der laufenden Bilanzsaison der monatliche US-Jobbericht im Fokus des Interesses. Die Hoffnung auf eine Entspannung im Nahen Osten bleibt derweil fragil: US-Präsident Donald Trump geht zwar nach eigenen Angaben weiter davon aus, dass der Iran-Krieg „ziemlich bald“ enden und eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus bevorstehen könnte. Der eskalierende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen droht eine Friedenslösung im Iran-Krieg aber zu erschweren.

Besonderes Augenmerk dürften Anleger auf die heute anstehenden Daten zum US-Arbeitsmarkt legen. Er ist von besonderer Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Die Anleger erhoffen sich Hinweise auf den künftigen Zinskurs der US-Notenbank. Zuletzt hatte die Fed den Leitzins unverändert gelassen. Sollte die Beschäftigung in den USA deutlich zulegen, würde das die Chancen für eine Zinserhöhung erhöhen.

„Da Anleiherenditen und Inflation die größten Risiken für Aktien bleiben, gehen wir davon aus, dass gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt an den Börsen negativ aufgenommen werden“, sagte Michael Feroli, Chefvolkswirt für die USA bei JPMorgan.

Für den Aktienmarkt wären steigende Zinsen eine schlechte Nachricht. Sie belasten Unternehmen und Verbraucher und machen die Anlage in festverzinsliche Wertpapiere attraktiver.

Die Vorgaben für den heutigen Handelstag sehen nicht sehr einladend aus. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Donnerstag 0,9 Prozent tiefer auf 53.885 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,2 Prozent auf 7.710 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 26.348 Punkte.

Die wieder anziehenden Ölpreise und die Unsicherheit über die Lage im Nahen Osten, sorgten für Zurückhaltung, ebenso wie die anstehenden Daten des US-Jobmarkts.

Auch in Asien halten sich die Anleger wegen der Jobdaten zurück: Der japanische Nikkei-Index gab um 0,9 Prozent nach. Verluste bei KI- und Chip-Aktien machten breitere Kursgewinne am Markt zunichte. Auf Wochensicht hätte der Nikkei damit aber 1,2 Prozent gewonnen.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans trat auf der Stelle. Der südkoreanische Kospi verlor 0,5 Prozent und verzeichnete damit die siebte Verlustwoche in Folge, während der chinesische CSI-300-Index um 0,2 Prozent zulegte.

Bei den Unternehmen stand nach US-Börsenschluss Airbnb im Blickpunkt. Die weltweit starke Reisenachfrage und die Fußball-WM in Nordamerika sorgten für einen satten Umsatzanstieg, auch der Gewinn wuchs kräftig. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal von 3,1 Milliarden auf 3,61 Milliarden Dollar. Der Gewinn pro Aktie kletterte auf 1,37 Dollar nach 1,03 Dollar vor Jahresfrist.

Die Zahl der gebuchten Übernachtungen kletterte um zehn Prozent auf fast 150 Millionen. Für das Gesamtjahr 2026 hob Airbnb seine Prognose an und rechnet nun mit einem Umsatzwachstum, das „mindestens im mittleren Zehnerbereich“ liegt.

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