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Startseite»Nachrichten»Mindestens ein Toter: Moskaus Luftangriffe richten in Kiew schwere Schäden an
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Mindestens ein Toter: Moskaus Luftangriffe richten in Kiew schwere Schäden an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 24, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Mindestens ein ToterMoskaus Luftangriffe richten in Kiew schwere Schäden an

Mehrere Wohngebäude wurden von Raketen und herabfallenden Drohnengetroffen. (Foto: dpa)

Kiew erlebt eine katastrophale Nacht: Moskau feuert neben Drohnen auch ballistische Raketen auf die ukrainische Hauptstadt, Zeugen berichten von vielen lauten Explosionen. Präsident Selenskyj hatte zuvor gewarnt, Russland bringe womöglich auch die gefürchtete Oreschnik-Rakete zum Einsatz.

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv mit Drohnen und ballistischen Raketen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe warnte in der Nacht auf Telegram zudem ausdrücklich vor einem möglichen russischen Angriff mit der besonders gefürchteten neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik. Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko sprach von insgesamt 40 beschädigten Gebäuden. Es gebe mindestens einen Toten und rund 20 Verletzte zu beklagen. 

Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete ebenfalls von zahlreichen betroffenen Gebäuden, darunter auch Hochhäuser und mindestens eine Schule. Er forderte die Bewohner der Millionenstadt in den frühen Morgenstunden auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben. 

Das Portal „The Kyiv Independent“ sprach von „einer Reihe von Explosionen“ in der Hauptstadt. Augenzeugen in sozialen Medien berichteten ebenfalls von heftigen Explosionsgeräuschen. Der in Kiew lebende Journalist Denis Trubetskoy sprach auf X von einer der „absolut schlimmsten Nächte“, die Kiew seit Februar 2022 erlebt habe. Das Portal „Times of Ukraine“ berichtete auf Telegram von zahlreichen Bränden in der Stadt, darunter auch einer in der Nähe des Regierungsviertels.

Das gesamte Ausmaß des russischen Angriffs auf Kiew und dessen Folgen sind zur Stunde noch nicht absehbar. Auch andere Landesteile wurden angegriffen. 

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft, es seien Militärflugzeuge aufgestiegen. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf. 

Selenskyj warnte Bürger vor Oreschnik-Einsatz

Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Samstagabend gewarnt, den ukrainischen Geheimdiensten lägen Daten unter anderem von Partnern in Europa und den USA vor, wonach Russland einen Angriff mit seiner neuartigen Oreschnik-Rakete vorbereite. Auch die US-Botschaft in Kiew warnte, ihr vorliegenden Informationen zufolge könne „jederzeit innerhalb der kommenden 24 Stunden“ ein „möglicherweise bedeutsamer Luftangriff erfolgen“.

Die russische Oreschnik-Rakete ist eine atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete, die nach Angaben des Kreml eine Geschwindigkeit von mehr als 12.000 Kilometern pro Stunde und Ziele in 3000 bis 5500 Kilometer Entfernung erreichen kann. Laut Russlands Präsident Wladimir Putin ist es selbst für moderne Luftabwehrsysteme „unmöglich“, die Rakete abzufangen.

Ob Russland bei dem neuen Angriff auf Kiew in der Nacht tatsächlich auch eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete abgefeuert hat, ist noch unklar. Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal gegen die Ukraine eingesetzt – einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine.

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte ukrainische Region Luhansk in der Nacht zum Freitag hatte Putin Kiew mit Vergeltung gedroht. Bei dem Angriff wurde nach russischen Angaben eine Fachhochschule samt Studentenwohnheim in der Stadt Starobilsk getroffen, 18 Menschen kamen demnach ums Leben. Kiew bestreitet einen gezielten Angriff auf Zivilisten und erklärte, Ziel sei eine Drohneneinheit der russischen Armee in der Region Starobilsk gewesen.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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