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Mobilen Massagegurt ausprobiert: Der SKG W9 Ultra kann den unteren Rücken entzücken

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 11, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
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Mobilen Massagegurt ausprobiertDer SKG W9 Ultra kann den unteren Rücken entzücken

11.09.2026, 18:30 Uhr Von Klaus Wedekind
SKG W9 Ultra Test (1 von 3)
Die auf der Haut aufliegende Innenseite des Gürtels. (Foto: kwe)

Der SKG W9 Ultra ist ein mobiler Massagegürtel für die Lendenmuskulatur, der Wärme mit mechanischer und elektrischer Muskelstimulation kombiniert. Im Praxistest erweist er sich als außergewöhnlich kräftig, abwechslungsreich und ausdauernd. Und er tut richtig gut, auch wenn er einen Arzt oder Physiotherapeuten nicht ersetzen kann.

Viele Menschen sitzen auf dem Weg zur Arbeit, am Schreibtisch, auf dem Heimweg und abends vorm Fernseher. Zu den vielen daraus resultierenden gesundheitlichen Nachteilen gehören oft Rückenschmerzen. In einer AOK-Umfrage gaben 2024 81 Prozent der Teilnehmer an, im Vorjahr mindestens einmal darunter gelitten zu haben. Am besten beugt man den Beschwerden durch weniger sitzen und mehr Bewegung vor, doch nur rund die Hälfte der Befragten tut dies.

Bei chronischen Rückenschmerzen kommt man um einen Arztbesuch nicht herum, doch „in vielen Fällen sind die Beschwerden glücklicherweise nur von kurzer Dauer und verschwinden nach einiger Zeit von allein wieder“, so die AOK. Zur Unterstützung und zur Vorbeugung kann man elektrische Geräte einsetzen. Laut AOK können sie eine Vielzahl an positiven Effekten auf den Körper haben. „Dazu gehören die Lösung von Muskelverspannungen, eine verbesserte Durchblutung und die Förderung von Entspannung. Sie beschleunigen außerdem die Regeneration nach dem Training und verbessern die Flexibilität.“

SKG W9 Ultra Test (2 von 3)
Für Transport und Lagerung lassen sich die Gurte abnehmen. (Foto: kwe)

Voraussetzung ist ein hochwertiges Gerät. Günstige Varianten seien oft nicht ergonomisch gestaltet oder erfüllten wichtige Sicherheitsaspekte nicht, schreibt die Krankenkasse. Der Massagegürtel SKG W9 Ultra soll diese Voraussetzung erfüllen und hochwirksam sein, obwohl er mit einem Akku ausgestattet für den mobilen Einsatz konzipiert ist. ntv.de hat das Gerät ausprobiert und dabei einige Wohlfühlmomente erlebt.

Acht Massageköpfe, eine Wärmefläche

Eins vorweg: Ob der Gürtel tatsächlich Rückenschmerzen lindern kann, ließ sich im Praxistest nicht feststellen. Zum Glück und dank eines regelmäßigen Trainings sind beim Autor solche Beschwerden aktuell kein Thema. Der SKG W9 Ultra hinterließ zwar klar den Eindruck, dazu in der Lage zu sein, medizinische Wunder darf man sich von so einem Gadget aber nicht erwarten.

SKG W9 Ultra Test (3 von 3)
Die Fernsteuerung. (Foto: kwe)

Der Gummi-Gürtel ist auf der Innenseite mit acht Massageköpfen ausgestattet, die gleichzeitig oder in einem Muster vibrieren und über ihre mit Titannitrid beschichteten Oberflächen Stromimpulse übertragen können. In ihrer Mitte befindet sich eine große Wärmefläche mit insgesamt 42 LEDs, von denen elf unsichtbares Nahinfrarotlicht mit einer Wellenlänge von 850 Nanometern (nm) emittieren. Die übrigen 31 erzeugen sichtbares Rotlicht mit 630 nm.

Das rund 350 Gramm schwere Gerät, das ein wenig an einen Boxergürtel erinnert, ist hochwertig verarbeitet. Mit zwei abnehmbaren Gurten kann es mit einem Klettverschluss stufenlos um Taillen mit Umfängen zwischen 58 und 119 Zentimetern geschnallt werden.

Drei Möglichkeiten der Steuerung

Am Gürtel selbst sitzen zwar Steuerelemente, doch da die Massage-Wärmeeinheit auf dem Rücken getragen wird, wäre ihre Bedienung darüber mehr als kompliziert. Deswegen liefert der Hersteller den W9 Ultra mit einer Fernbedienung aus. Man kann mit ihr Programme auswählen sowie Intensität und Wärme in neun oder drei Stufen regeln.

Das klappt grundsätzlich einwandfrei. Allerdings muss man den Gürtel am Gerät einschalten, und die Programme über das Gefühl auseinanderzuhalten, ist auch nach mehrmaligem Gebrauch alles andere als einfach. Deswegen ist es eigentlich besser, gleich die zugehörige App zu verwenden.

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Aus der App wird man zunächst nicht ganz schlau. (Foto: kwe)

Neben der grundlegenden Steuerung kann man in der Anwendung auch aus derzeit insgesamt 14 Programmen acht auswählen, die über die App oder die Fernbedienung abrufbar sind. Welche guttun oder wie sie genau wirken sollen, geht allerdings aus den Bezeichnungen nicht hervor. Man muss sich also merken, wie sich beispielsweise „Schlagen“ oder „Tiefes Kneten“ anfühlen, wenn dies von Massageköpfen ausgeführt wird.

App etwas verwirrend

Verwirrend ist zudem, dass es zusätzlich den Punkt „Vibrationsmassage“ mit zwei Auswahlleisten gibt. Weder aus der mitgelieferten englischen noch aus der herunterladbaren deutschen Anleitung wird man schlau. Man findet aber über kurz oder lang heraus, dass es sich offenbar schlicht um zusätzliche individuelle Einstellungen für die Vibration handelt.

Wenn man den Gürtel das erste Mal nutzt, ist man erstaunt, wie kräftig er zur Sache geht. Und wenn man ihn richtig angelegt hat, stellt man auch fest, dass die Massageköpfe an den richtigen Stellen sitzen. Man spürt definitiv einen Effekt, der auch nach Ende der Massage anhält, speziell bei hoher Intensität und Wärme (42 °C).

Elektrische Impulse machen den Unterschied

Die kritische Einstellung, die den größten Unterschied macht, ist die Intensität der elektrischen Muskelstimulation (EMS). Wie die Impulse prickelnd wirken, merkt man, wenn man die Vibration ausstellt. Zu Beginn ist Stufe 1 zur Gewöhnung ausreichend. Ab der nächsten Stufe spürt man aber erst richtig, wie die Impulse motorische Nerven stimulieren und Muskelkontraktionen auslösen. Darüber hinaus ist die Wirkung so intensiv, dass man sich langsam an die für sich optimale Einstellung herantasten sollte. Im Praxistest war das Stufe 5, es bleibt also noch ordentlich Luft nach oben.

4
Man kann den Gürtel im Sitzen und Liegen oder beim Stehen und Gehen tragen. (Foto: SKG)

Die Effektivität des SKG W9 Ultra überrascht umso mehr, da es sich um ein mobiles Gerät handelt. Man kann es auf dem Sofa, am Schreibtisch oder unterwegs nutzen, ohne eine Strippe zu einer Steckdose ziehen zu müssen. Erfreulicherweise spielt auch der 3100 Milliamperestunden fassende Akku mit. Wie vom Hersteller angegeben, hält er bis zu 100 Minuten durch, bevor er über den USB-C-Anschluss aufgeladen werden muss. Damit man nicht übers Ziel hinausschießt, beendet der Gürtel nach 15 Minuten die Massage. Eine individuelle Zeit kann man leider nicht einstellen.

Fazit

Wenn man ein wirkungsvolles und mobiles Massagegerät für den Lendenbereich sucht, ist der SKG W9 Ultra absolut einen Blick wert. Er tut nicht nur gut, er zeigt spürbare Wirkung. Außerdem ist er mit 15 Programmen vielseitig, auch wenn die App etwas verwirrend ist. Das Gerät ersetzt aber keinen Arzt oder Physiotherapeuten und ist mit einem Preis von 230 Euro recht teuer.

Quelle: ntv.de

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