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Startseite»Nachrichten»Nach zwei Todesfällen: US-Regierung fährt Fahrzeugkontrollen durch ICE-Agenten zurück
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Nach zwei Todesfällen: US-Regierung fährt Fahrzeugkontrollen durch ICE-Agenten zurück

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Nach zwei TodesfällenUS-Regierung fährt Fahrzeugkontrollen durch ICE-Agenten zurück

Der weiße Van der ICE-Agenten rammte den weißen PKW in Biddeford. (Foto: REUTERS)

Die US-Einwanderungsbehörde ICE greift immer wieder rabiat durch – mit teils tödlichem Ausgang. Da nun erneut zwei Männer binnen kurzer Zeit bei Fahrzeugkontrollen erschossen werden, macht eine republikanische Senatorin Druck – mit Erfolg.

Die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE soll nach Todesschüssen auf zwei Migranten ihre Strategie ändern: Die „New York Times“, der Sender CNN und andere Medien berichteten übereinstimmend, ICE solle auf Anordnung der US-Regierung vorerst auf die meisten Fahrzeugkontrollen verzichten. In den vergangenen Tagen hatten Mitarbeiter der Behörde einen Mexikaner und einen Kolumbianer in ihren Autos erschossen.

Die republikanische Senatorin aus dem Bundesstaat Maine, Susan Collins, erklärte dazu auf X, sie habe nach dem jüngsten Todesfall mit Heimatschutzminister Markwayne Mullin telefoniert und ihn „gedrängt, alle nicht dringenden Fahrzeugkontrollen einzustellen“. Collins bewirbt sich bei den Kongresswahlen Anfang November um ein verlängertes Mandat.

Am Montag hatte ein ICE-Vertreter in der Stadt Biddeford in Maine einen Kolumbianer getötet, der inzwischen von den Behörden als Joan Sebastian Guerrero identifiziert wurde. ICE erklärte dazu, der Mann habe mit seinem Auto fliehen wollen und der Bundesmitarbeiter habe von seiner Schusswaffe Gebrauch gemacht, da er die „öffentliche Sicherheit“ in Gefahr gesehen habe. Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro warf den USA mittlerweile „Mord“ vor.

Erschossener fiel Verwechslung zum Opfer

Zuvor wurde berichtet, dass es in Biddeford allerdings zu einer Verwechslung gekommen sei. „Die getötete Person war nicht diejenige, nach der sie suchten“, sagte der Senator Angus King aus dem Bundesstaat Maine dem Sender CNN unter Berufung auf das US-Heimatschutzministerium und bestätigte damit Medienberichte.

Zwei Hilfsorganisationen, die in Maine für die Rechte Zugewanderter eintreten, erklärten, der 26-Jährige habe eine Aufenthaltserlaubnis in den USA gehabt. Sein Tod dürfe nicht zu einer „Fußnote“ in den Statistiken werden, forderte die Vorsitzende der Organisation Presente Main, Crystal Cron.

Vergangene Woche Dienstag hatte zudem ein ICE-Mitarbeiter in Houston im Bundesstaat Texas bei einer Fahrzeugkontrolle einen Mexikaner niedergeschossen, der im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. In diesem Fall hieß es, der Bundesmitarbeiter habe in „Notwehr“ gehandelt, da der Mexikaner sein Fahrzeug als „Waffe“ gegen ihn eingesetzt habe. Augenzeugen widersprachen allerdings dieser Darstellung.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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