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Startseite»Politik»Neuer Anlauf für Iran-Verhandlungen im Oman
Politik

Neuer Anlauf für Iran-Verhandlungen im Oman

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 11.07.2026 • 20:08 Uhr

Die USA und Iran drohen sich öffentlich einmal mehr mit Rache und Vernichtung. Doch hinter den Kulissen wird offenbar wieder verhandelt – unter anderem im Oman. Im Fokus: die Straße von Hormus. Gelingt es, den Seeweg zu öffnen?

Verhandlungen, Drohungen, Ultimaten – bei den Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs gibt es widersprüchliche Signale. Offenbar versuchen Vermittlerstaaten wie Pakistan neue Gespräche zwischen den USA und Iran zu erreichen.

Auch Oman ist an den Verhandlungsbemühungen beteiligt: Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi reiste zu Gesprächen in die omanische Hauptstadt Maskat. Mit seinem Amtskollegen habe er über „geeignete Mechanismen“ für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus gesprochen, teilte Araghtschi auf Telegram mit. In den vergangenen Tagen war der Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Meerenge wieder stark zurückgegangen.

Medienberichten zufolge wird im Oman auch eine hochrangige US-Delegation unter Leitung von Vizepräsident JD Vance erwartet.

USA fordern offenbar Zusagen von Iran

Die USA fordern eine öffentliche Zusage für einen freien und sicheren Transit durch die strategisch wichtige Meerenge. Mehrere US-Medien berichten von einem Ultimatum bis zum heutigen Samstag.

Gelingt die Annäherung nach den jüngsten US-Angriffen und Tiraden von Trump? Bundesaußenminister Johann Wadephul jedenfalls hält das für möglich. Es gebe Hinweise, dass es bald Verhandlungen geben könnte, sagte Wadephul dem Tagesspiegel. Sowohl in Iran als auch in der Ukraine sieht Wadephul „das militärische Phänomen eines letzten Aufbäumens, bevor man in Verhandlungen geht“.

Iran: Neue Rache-Drohung

Jüngste Äußerungen aus Iran klingen weniger friedensorientiert: Irans oberster Führer Modschtaba Chamenei kündigte „Rache“ für die Tötung seines Vaters Ali Chamenei bei den US-israelischen Angriffen Ende Februar an. In einer schriftlichen Botschaft erklärte er, die Vergeltung für die Tötung seines Vaters sei „der Wille unserer Nation und muss unweigerlich vollzogen werden“.

Er kündigte an, das „Blut“ seines Vaters und Vorgängers und aller „Märtyrer“ der „beiden Kriege“ gegen Israel und die USA zu rächen. Es gebe eine Liste mit den Namen der Zielpersonen.

Trump droht Iran mit Vernichtung

US-Präsident Donald Trump drohte mit Konsequenzen, falls Iran die Mord-Drohung gegen ihn in die Tat umsetzen sollte. Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: „Das US-Militär ist bereit, willens und in der Lage, über einen Zeitraum von einem Jahr – mit der Option auf Verlängerung – sämtliche Gebiete des Iran vollständig zu vernichten und zu zerstören.“ US-Medien hatten am Freitag berichtet, dass der israelische Geheimdienst Washington über einen neuen „konkreten“ iranischen Plan zur Ermordung Trumps informiert habe.

Die US-Regierung habe zwar schon länger Geheimdiensthinweise auf mögliche Attentatspläne gegen Trump bekommen, berichtete der Fernsehsender CNN. „Doch die Warnung aus Israel war neu und bezog sich auf ein konkretes Komplott.“ Trump selbst hatte am Mittwoch gesagt, der Iran trachte ihm nach dem Leben. „Ich bin Nummer eins auf der Todesliste“, sagte er.

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