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Startseite»Nachrichten»Offene Architektur: Ukraine überrascht mit neuem Flugabwehrsystem „Hornisse“
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Offene Architektur: Ukraine überrascht mit neuem Flugabwehrsystem „Hornisse“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Offene ArchitekturUkraine überrascht mit neuem Flugabwehrsystem „Hornisse“

Die Ukraine ist aktuell stark auf Patriot-Raketen aus US-Produktion angewiesen. (Foto: picture alliance / SZ Photo)

Kiew leidet unter einem Mangel an Patriot-Abfangraketen. Nun stellt ein ukrainischer Hersteller ein neues Flugabwehrsystem vor. Gegen Russlands gefährlichste Waffen stößt es allerdings an Grenzen.

Die Ukraine hat Berichten zufolge ein neues Flugabwehrsystem entwickelt, das Luft-Luft-Raketen unterschiedlicher Hersteller vom Boden aus starten kann. Wie unter anderem das US-Portal The War Zone berichtet, wurde das System mit dem Namen Shershen (ukrainisch für Hornisse) diese Woche auf der Rüstungsmesse MSPO im polnischen Kielce vom Nationalen Verband der ukrainischen Verteidigungsindustrie vorgestellt.

Demnach besteht es aus einem Gefechtsstand, einer Radarstation und mehreren Startrampen. Die Besonderheit der „Hornisse“ ist dem Bericht zufolge ihre offene Architektur. Das System könne sowjetische, ukrainische sowie westliche Raketen abfeuern. Zudem könnten auch Radare anderer Hersteller integriert werden.

Shershen soll Flugzeuge, Marschflugkörper und Drohnen in Entfernungen von bis zu 25 Kilometern und in Höhen von bis zu zehn Kilometern bekämpfen können. Das Radar soll Ziele in einem Radius von 85 Kilometern erfassen. Bis zu sechs davon soll das System gleichzeitig bekämpfen können.

Die Ukraine ist aktuell stark auf Patriot-Raketen aus US-Produktion angewiesen, um sich gegen die massiven russischen Luftangriffe zu schützen. Kiew klagt bereits seit Monaten über einen zunehmenden Mangel an den Abfangraketen, seitdem die USA im Februar den Iran-Krieg begonnen und Raketenlieferungen in die Golfregion umgeleitet hatten.

Im Gegensatz zu den Boden-Luft-Raketen für das Patriot-System sieht der Vorrat an Luft-Luft-Raketen deutlich besser aus – sowohl in Kiew als auch bei seinen westlichen Verbündeten. Sollte sich die „Hornisse“ bei Tests bewähren, könnte sie die knappen Patriot-Systeme entlasten. An ihre Grenze kommt sie aber bei den gefährlichsten Geschossen: Russlands ballistische Raketen wie Iskander oder Kinzhal fliegen in Höhen, die die zehn Kilometer des Shershen-Systems übersteigen.

Der Entwickler Shershen Group hat bereits verkündet, dass der zweite Prototyp erste Tests, darunter Abfangmanöver, erfolgreich absolviert hat. Wann das System vollständig einsatzbereit ist, bleibt noch unklar.

Quelle: ntv.de, jpe

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