KURZMELDUNG · DEUTSCHLAND
Ein Notdienst steht ganz oben in den Suchergebnissen und verspricht schnelle Hilfe. Ob der Anbieter seriös ist, zeigt diese Platzierung nicht. Die Polizeidirektion Neumünster warnt am 21. Oktober 2026 aus aktuellem Anlass vor unseriösen Notdiensten aus dem Internet.
Eine Frau aus Rendsburg bestellte am 25. September eine Schädlingsbekämpfung. Nach einem Einsatz von 20 bis 30 Minuten zahlte sie laut Polizei 1.200 Euro per Karte. Der hohe Preis sei mit einem angeblich besonders teuren Mittel begründet worden.
Am 9. Oktober rief ein Mann aus Borgstedt wegen eines elektrischen Fehlers im Keller einen Notdienst. Zwei vermeintliche Elektriker konnten den Fehler nicht beheben. Trotzdem begleiteten sie den Mann laut Polizei zu einem Geldautomaten, um Geld abzuheben.
Die Polizeidirektion Neumünster rät, Preis und Leistung vor Arbeitsbeginn zu klären. Eine nachvollziehbare Rechnung zeigt, ob die Forderung der Vereinbarung entspricht. Drängt ein Anbieter zur sofortigen Zahlung, ist das ein Warnsignal. Ob im Einzelfall eine Straftat vorliegt, hängt von den konkreten Umständen ab.
Wer dringend einen Elektriker, Schlüsseldienst oder Schädlingsbekämpfer braucht, prüft den ersten Suchtreffer oft nicht weiter. Der Rang in einer Suchmaschine sagt aber nichts darüber aus, ob Preis, Firma und Leistung verlässlich sind.
Quellen
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