Seit Monaten laufen bei Porsche Verhandlungen über weitere Sparmaßnahmen. Nun hat der Aufsichtsrat seine Unterstützung für den aktuellen Stand zugesagt. Laut Medienberichten könnten damit Tausende weitere Jobs wegfallen.
Bei Porsche deutet sich ein weiterer Stellenabbau an. Wie ein Sprecher mitteilte, sagte der Aufsichtsrat der Porsche AG dem Vorstand seine Unterstützung für „den aktuellen Stand der Verhandlungen des Zukunftspakets“ zu. Jetzt gelte es, „die letzten Schritte zu finalisieren“. Weitere Angaben – etwa zu den Inhalten – machte der Sprecher nicht.
Medien zufolge gibt es jedoch bereits Pläne für einen erneuten Stellenabbau: Laut Bild sollen bis 2035 zwischen 5.000 und 6.000 Jobs gestrichen werden. Auch das Manager Magazin berichtete über einen Abbau in dieser Größenordnung.
Der Sportwagenbauer bestätigte die Zahlen nicht, wies aber darauf hin, dass gegenwärtig Verhandlungen zwischen Unternehmen, Betriebsrat und Gewerkschaft laufen.
Bereits Tausende Jobs bis 2029 gestrichen
Das Management um Chef Michael Leiters und die Arbeitnehmervertreter hatten zuletzt intensiv über das sogenannte Zukunftspaket verhandelt. Leiters hatte bereits im März angekündigt, Porsche deutlich verschlanken und die bisher dafür aufgelegten Programme verschärfen zu wollen. Das schließe auch einen Stellenabbau ein. Im Gegenzug könnte die Beschäftigungssicherung, die bisher betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte 2030 ausschließt, laut Berichten verlängert werden.
Bereits vor eineinhalb Jahren hatte Porsche verkündet, dass in der Region Stuttgart bis 2029 rund 1.900 Stellen sozialverträglich wegfallen sollen. Zusätzlich sind die Verträge von rund 2.000 befristeten Angestellten ausgelaufen. Außerdem wurden im Leipziger Werk Stellen abgebaut.
