Die USA machen dem abgesetzten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro ab dem 1. Juni 2027 den Prozess. Dem 63-Jährigen droht eine lebenslange Haftstrafe wegen „Drogenterrorismus“.
Der Prozess gegen den vom US-Militär gefangen genommenen langjährigen Staatschef von Venezuela, Nicolás Maduro, soll am 1. Juni 2027 in New York beginnen. Ein Bundesgericht setzte den Termin in Anwesenheit Maduros fest.
Maduro hatte sein Land über Jahre autoritär geführt. Anfang des Jahres waren er und seine Ehefrau in der venezolanischen Hauptstadt Caracas von US-Spezialkräften gefangen genommen worden. Von Kritikern wurde das Vorgehen als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet.
Vorwurf „Drogenterrorismus“
Die USA klagen Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“ an. Der 63-Jährige soll sein Amt als Präsident und vorangegangene Posten in der Regierung über Jahre dazu genutzt haben, den Schmuggel von Tausenden Tonnen Kokain in die USA zu ermöglichen.
Zudem heißt es in der Anklageschrift, dass er etwa Diplomatenpässe an Drogenhändler verkauft, diplomatisch getarnte Flüge für Drogengelder ermöglicht und Drogentransporte geschützt haben soll.
Demonstrationen vor Gerichtsgebäude
Vor dem Gerichtsgebäude demonstrierten Anhänger und Gegner des gestürzten Staatschefs. Einige trugen Plakate, die seine Freilassung forderten. Gegendemonstranten hielten Plakate in die Höhe, auf denen Maduro und Flores als Diktatoren bezeichnet wurden.
Maduro und Flores weisen die Vorwürfe von sich und werfen im Gegenzug den USA vor, sie entführt zu haben. Beide sitzen seit der Festnahme in Untersuchungshaft im New Yorker Stadtteil Brooklyn.
