KURZMELDUNG · INTERNATIONAL
Im Quelltext eines gemeldeten Fake-Shops steht eine lange Liste mit Internetadressen und Kontaktdaten. Watchlist Internet fand darin mehr als 2.500 Adressen für mögliche Betrugsseiten. Wie die Plattform am 4. November 2026 berichtet, waren bei der Prüfung allerdings nur manche davon erreichbar.
Der Quelltext enthält die technischen Anweisungen, aus denen eine Website aufgebaut wird. Ein Fehler machte die dort abgelegte Liste zugänglich. In den Einträgen standen Namen echter Händler als Vorbilder und ähnlich geschriebene Adressen für betrügerische Shops.
Einzelne Buchstaben werden ausgetauscht oder ergänzt. Dadurch erinnert die Adresse an einen bekannten Händler, führt aber zu einem anderen Anbieter. Die Seiten lehnen sich laut Watchlist Internet an die echten Shops an, sind jedoch keine identischen Kopien.
Die echten Händler haben mit dem Betrug nichts zu tun und sind selbst betroffen. Die mehr als 2.500 Einträge bedeuten auch nicht, dass alle Seiten gleichzeitig aktiv waren. Manche waren erreichbar, andere noch nicht oder nicht mehr. Inzwischen ist die Liste aus dem untersuchten Quelltext verschwunden.
Ein vertraut klingender Name ist deshalb kein Beleg für einen echten Shop. Entscheidend ist die vollständige Internetadresse: Schon ein zusätzlicher oder ausgetauschter Buchstabe kann zu einer anderen Website führen. Dieser Vergleich hilft auch bei künftigen Fake-Shops, die bekannte Namen nur leicht verändern.
Quellen
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