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Startseite»Politik»Reis, Tee und Gewürze häufig mit verbotenen Pestiziden belastet
Politik

Reis, Tee und Gewürze häufig mit verbotenen Pestiziden belastet

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 19.05.2026 • 10:34 Uhr

Obwohl sie in der EU verboten sind, finden sich Pestizide in Lebensmitteln, die in Europa verkauft werden. Das zeigt eine Foodwatch-Untersuchung. Besonders Reis, Tee und Gewürze sind belastet.

Reis, Tee und bestimmte Gewürze, die auch in deutschen Supermarkt stehen, weisen einer Untersuchung von Foodwatch zufolge häufig Rückstände von in der EU verbotenen Pestiziden auf. In rund zwei von drei getesteten Produkten fanden sich Pestizidrückstände, wie Foodwatch mitteilte. „Darunter Substanzen, die bei uns in Europa seit Jahren nicht mehr zugelassen sind“, erklärte Annemarie Botzki von Foodwatch.

Die Verbraucherschützer testeten den Angaben nach 63 Produkte aus Supermärkten in den Niederlanden, Österreich, Deutschland und Frankreich. Sie wählten dabei gezielt Produktkategorien aus, die selten oder gar nicht in der EU hergestellt werden und nach Daten von EU-Behörden häufig mit Pestiziden belastet sind. Insgesamt fanden sich in 43 Produkten Pestizidrückstände.

Auch Produkte von REWE, Edeka, Aldi, Lidl betroffen

In Deutschland testete Foodwatch 19 Produkte, von denen 13 mit Pestiziden belastet waren, darunter Produkte der Eigenmarken von REWE, Aldi, Edeka und Lidl sowie von Teekanne, Meßmer und dem Gewürzhersteller Fuchs/Ostmann. Von diesen überschritten drei Produkte gesetzliche Grenzwerte. Foodwatch fordert, dass diese Produkte – Kreuzkümmel der Marken Fuchs und Kania sowie der REWE Chili Mix – „umgehend zurückgerufen werden“.

Häufig stark belastet waren außerdem Paprikapulver verschiedener Marken, grüner Tee und Basmati-Reis. „Zahlreiche der gefundenen Pestizidwirkstoffe sind in Europa verboten, landen aber über importierte Lebensmittel wieder bei uns im Supermarkt“, erklärte Foodwatch. Zwar arbeite die EU-Kommission derzeit an einer Überarbeitung der Importregeln, doch reichten die Vorschläge bislang nicht aus.

Zudem lehne Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) die EU-Pläne ab. Foodwatch fordert den deutschen Minister auf, seine Blockadehaltung aufzugeben und sich in Brüssel für eine Null-Toleranz-Regelung einzusetzen: Lebensmittel mit Rückständen von verbotenen Pestiziden dürfen nicht in die EU importiert werden.

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