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Startseite»Politik»Reiseveranstalter: Keine Nachzahlungen für gebuchte Urlaube
Politik

Reiseveranstalter: Keine Nachzahlungen für gebuchte Urlaube

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 05.05.2026 • 12:31 Uhr

Die großen deutschen Reiseveranstalter wollen die Preise für bereits geplante Reisen wegen der gestiegenen Kerosinkosten nicht nachträglich erhöhen. Künftige Buchungen könnten dagegen bald teurer werden.

Die großen deutschen Reiseveranstalter wollen einem Medienbericht zufolge ihren Kundinnen und Kunden trotz der steigenden Kerosinpreise keine zusätzlichen Zahlungen aufdrücken. Man werde die Preise für bereits gebuchte Reisen nicht nachträglich erhöhen, sagten die Anbieter TUI, Alltours und Dertour dem Tagesspiegel.

Preisaufschlag muss mitgeteilt werden

Reiseveranstalter können den Reisepreis nachträglich erhöhen, wenn das im Vertrag vereinbart wurde und gestiegene Kosten wie Kerosin es nachweislich erfordern. Ein solcher Preisaufschlag muss allerdings spätestens 20 Tage vor Reisebeginn mitgeteilt werden. Bei Aufschlägen von mehr als acht Prozent haben die Kundinnen und Kunden ein Sonderrücktrittsrecht.

Für zukünftige Buchungen könnte es allerdings angesichts des Preisanstiegs anders aussehen. Diese könnten sich bald verteuern. „Im Moment steigt der Kerosinpreis“, erklärte der Chef der Rewe-Touristiktochter Dertour Group, Christoph Debus, der Zeitung. „Wenn dies auf dem Niveau bleibt, können wir Kostensteigerungen für zukünftige Buchungen nicht ausschließen.“

Keine Streichung von Reisen zu befürchten

Dass Urlaubsreisen ganz gestrichen werden, müssen Kundinnen und Kunden den Angaben zufolge aktuell nicht befürchten. „Bei uns fällt nichts aus“, sagte TUI-Sprecher Aage Dünhaupt dem Tagesspiegel. Alltours-Sprecher Jens Völmicke betonte: „Wir gehen davon aus, dass unsere Gäste wie geplant ihren gebuchten Sommerurlaub genießen können.“

Auch der Dertour-Chef Christoph Debus sagte, „für die Sommerferien und den Herbst rechnen wir derzeit mit einer insgesamt stabilen Kapazität.“ Sollten sich aufgrund von Kerosinmangel Änderungen im Flugplan ergeben, informiere man die Gäste umgehend und suche nach Flugalternativen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte zuletzt versichert, es gebe derzeit genug Kerosin.

Auch Fraport baut auf eine sichere Kerosinversorgung. Trotz des Iran-Kriegs und den Streiks bei der Lufthansa hält der Frankfurter Flughafenbetreiber an seinen Geschäftsplänen für 2026 fest. Vorstandschef Stefan Schulte rechnet konzernweit mit etwa 188 bis 195 Millionen Passagieren, wie das im MDAX gelistete Unternehmen mitteilte. Im ersten Quartal seien die Rückgänge im Nahost-Verkehr durch Zuwächse in andere Regionen ausgeglichen worden, besonders nach Fernost.

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