Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit Raketen angegriffen. Behörden meldeten eine Tote und mehrere Verletzte – weitere Opfer werden unter Trümmern befürchtet.
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen. Nach Angaben der Militärverwaltung wurde eine Frau getötet und mindestens zwölf weitere Menschen verletzt. Sieben Ziele in der Stadt seien getroffen worden.
Es gibt erste Berichte über Schäden. Im Bezirk Holossijiw seien zwei Verletzte aus den Trümmern eines Lagergebäudes geborgen worden, schrieb Vitali Klitschko auf Telegram. Eine Such- und Rettungsaktion dauere noch an. Es werde befürchtet, dass sich noch weitere Menschen unter den Trümmern befinden könnten.
Im Bezirk Obolon seien mehrere Brände ausgebrochen. Im Bezirk Desna geriet laut Klitschko ebenfalls ein Lagerhaus in Brand, Trümmerteile einer Rakete seien in der Nähe eines Wohngebiets heruntergefallen. Die Stadtverwaltung meldete zudem ein Ammoniakleck, dass durch einen Angriff verursacht worden sei.
Ukraine klagt über fehlende Flugabwehr
Erst in der Nacht zum Samstag hatte Russland Kiew mit heftigen Angriffen mit ballistischen Raketen überzogen. Dabei wurden mindestens 9 Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt.
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben nicht mehr genug Abfangraketen, um Russlands Angriffe mit ballistischen Raketen erfolgreich abzuwehren. Erst am Wochenende hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Partnerländer deshalb um die Lieferung von „Patriot“-Abwehrraketen gebeten.
