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Startseite»Nachrichten»Schnelle Rechnung: Lohnt sich der Batteriespeicher für die Photovoltaikanlage?
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Schnelle Rechnung: Lohnt sich der Batteriespeicher für die Photovoltaikanlage?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 27, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Schnelle RechnungLohnt sich der Batteriespeicher für die Photovoltaikanlage?

Wer selbst erzeugten Solarstrom speichert und später nutzt, kann den Netzbezug reduzieren und damit die laufenden Stromkosten spürbar senken. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn)

Mit einem Batteriespeicher lässt sich selbst erzeugter Solarstrom zwischenspeichern, etwa um ihn nachts zu verbrauchen. Doch wann rechnet sich das eigentlich? So finden Sie es heraus.

Sie möchten sich eine Photovoltaikanlage anschaffen und fragen sich, ob sich dazu auch ein Solarstromspeicher lohnt? Meist ist das bei neuen Photovoltaikanlagen der Fall, so das Informationsprogramm Zukunft Altbau. Will man es genauer wissen, kann man die Wirtschaftlichkeit eines solchen Speichers aber auch einfach in drei Schritten überschlagen.

Und das geht demnach so:

1. Schritt

Berechnen Sie zunächst die Ersparnis, die sich ergibt, wenn Sie statt einer Kilowattstunde Strom aus dem Netz eine selbst erzeugte und gespeicherte Kilowattstunde nutzen können.

Ein Beispiel: Eine Kilowattstunde aus dem Netz kostet derzeit rund 33 Cent. Für das Einspeisen des eigens produzierten Stroms würden Sie knapp acht Cent erhalten. Die Ersparnis, wenn man den Solarstrom selbst nutzt, beträgt in dem Fall pro Kilowattstunde rund 25 Cent.

2. Schritt

Nun ermitteln Sie die Kosteneinsparung pro Kilowattstunde Speicherkapazität über die Lebensdauer der Batterie hinweg. Dabei kann man Zukunft Altbau zufolge von 225 Vollzyklen pro Jahr ausgehen. Das heißt: Eine Kilowattstunde der Batterie wird in einem Jahr 225 Mal durch die eigene Photovoltaikanlage vollgeladen und durch die Eigennutzung des Stroms wieder vollständig entladen. Laut den Verbraucherzentralen haben Batteriespeicher eine erwartete Lebensdauer von 10 bis 15 Jahren.

Im Rechenbeispiel von Zukunft Altbau werden 225 Zyklen multipliziert mit 25 Cent Ersparnis auf 15 Jahre hochgerechnet: Demnach spart man über die 15-jährige Lebensdauer rund 840 Euro pro Kilowattstunde Speicherkapazität ein.

3. Schritt

Schließlich zieht man noch die Speicherverluste ab, die durch Be- und Entladen sowie Stand-by-Verbrauch entstehen. Zukunft Altbau zufolge liegen die typischerweise bei etwa 15 Prozent.

In der Beispielrechnung würden damit etwa 720 Euro Ersparnis pro Kilowattstunde Speicherkapazität über die Lebensdauer der Batterie übrigbleiben.

Liegen die Anschaffungskosten des Batteriespeichers pro Kilowattstunde Kapazität unter diesem Wert, ist der Speicher also voraussichtlich wirtschaftlich. Liegen die Kosten darüber, rechnet sich der Speicher Zukunft Altbau zufolge finanziell eher nicht.

Größe des Speichers richtig wählen

Gut zu wissen: Die Verbraucherzentralen empfehlen als Richtwert für die passende Speichergröße etwa 1 Kilowattstunde Batteriekapazität pro 1000 Kilowattstunden Jahresstromverbrauch. Laut Frank Hettler von Zukunft Altbau fährt ein Haushalt mit 6000 Kilowattstunden Jahresverbrauch in der Regel gut mit einer Speicherkapazität der Batterie von rund sechs bis acht Kilowattstunden. „Mit Blick auf eine Zukunft mit Elektroauto und Wärmepumpe kann allerdings bereits heute die Anschaffung eines größeren Speichers sinnvoll sein.“

Sinnvoll kann eine größere Speicherkapazität dem Informationsprogramm zufolge auch dann sein, wenn man variable Stromtarife nutzt: In Zeiten niedriger Börsenpreise und geringem oder fehlendem Solar-Ertrag kann der Speicher dann günstigen Netzstrom aufnehmen und später – wenn die Preise hoch sind oder die Solaranlage keinen Strom liefert – im Haushalt bereitstellen.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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