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„Sehr schwer zu schlagen“: Trump nennt Favoriten für seine Nachfolge

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 4, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Sehr schwer zu schlagen“Trump nennt Favoriten für seine Nachfolge

03.06.2026, 18:07 Uhr

Von Roland Peters, New York
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Für wen hebt er den Daumen? US-Präsident Donald Trump, hier bei einer Kabinettssitzung am 27. Mai (Foto: AP Photo/Jacquelyn Martin)

Die Präsidentschaftswahl ist noch lange hin, aber der mächtige Mann im Weißen Haus äußert sich über seine Nachfolge. Ein mögliches Duo beobachtet er bereits genau, so Trump.

Je legendärer ein Anführer, desto größer das mögliche Machtvakuum nach dessen Abtritt. Was auch immer man von ihm halten mag: US-Präsident Donald Trump ist ein politischer Gigant. Nun hat sich Trump einmal mehr zu seiner möglichen Nachfolge 2028 geäußert. Am liebsten, so der Präsident, würde er zwei seiner engsten Vertrauten gemeinsam antreten sehen.

„Ich denke, dass JD und Marco als Team sehr schwer zu schlagen sein würden“, so Trump in einem Podcast der „New York Post“-Kolumnistin Miranda Devine, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Er bezog sich auf Vizepräsident Vance und Außenminister Rubio. „Das Menschliche ist interessant, die menschliche Gleichung“, meinte der Präsident: „Ich gucke den beiden zusammen zu, sie kommen großartig miteinander aus.“ Anfang Mai hatte er laut US-Medienberichten im Weißen Haus herumgefragt, welcher aus dem „dream team“ der bessere Präsident wäre.

Trumps Nachfolge für die kommende Präsidentschaftswahl wird schon lange diskutiert. Langsam, aber sicher wird das Thema drängender, damit die Koalition verschiedener konservativer und rechter Interessengruppen unter dem Dach der Republikaner nicht auseinanderfliegt.

Wähler äußern sich bislang eindeutig

Die Unterstützung für Trump selbst ist laut Umfragen gering. Im Schnitt sind 40 Prozent der US-Amerikaner mit seiner Amtsführung einverstanden, 57 Prozent lehnen sie ab. Insbesondere bei jungen Männern, Latinos und Unabhängigen hat der Republikaner in seiner zweiten Amtszeit an Zustimmung verloren. 60 Prozent sehen das Land auf dem falschen Weg.

Zwar ist es noch sehr früh, aber bislang gibt es einen klaren Nachfolgefavoriten unter der republikanischen Wählerschaft: Vizepräsident Vance, der rund 16 Prozent vor Rubio liegt. Der Außenminister ist einer der wenigen Vertreter der konservativen Republikaner aus Zeiten vor Trump, die in dessen Regierung eine Schlüsselrolle einnehmen.

Die meisten Posten hat der Präsident mit Loyalisten besetzt, ihre Expertise war und ist zweitrangig. Rubio soll insbesondere in weiten Teilen von Washingtons politischem Establishment viel Respekt genießen. Vance hingegen ist ein politisches Geschöpf des Silicon Valley, der sich als Teil einer postliberalen rechten MAGA-Bewegung sieht. Es ist nicht bekannt, ob der Vize und der Minister gemeinsam antreten würden. Vance äußerte sich Anfang Mai zu einer möglichen Kandidatur 2028 ausweichend und bezeichnete Rubio als „sehr, sehr guten Freund“.

Oder doch eine dritte Amtszeit?

Trumps eigene Absichten sind unklar. Er hatte 2025 mehrfach öffentlich mit dem Gedanken gespielt, für eine dritte Amtszeit anzutreten; aber ebenso, dass er nicht wieder kandidieren würde. Die US-Verfassung würde eine weitere Amtszeit verbieten. Der Zusatz wurde nach dem Zweiten Weltkrieg und den aufeinanderfolgenden Amtszeiten von Franklin D. Roosevelt hinzugefügt. Einer der prominentesten Fürsprecher für weitere vier Jahre Trump ist der rechte Politikstratege Steve Bannon. Er sagte im vergangenen Jahr, die Pläne zur Umgehung des Verfassungszusatzes seien vorhanden und würden zu gegebener Zeit aus der Schublade geholt.

Bis zur Präsidentschaftswahl ist es noch lange hin. Die Äußerungen über eine mögliche dritte Amtszeit könnten ein Versuch sein, so viel Einfluss auf die Partei zu erhalten wie möglich. Sollten die Republikaner bei den Kongresswahlen im November wie erwartet mindestens eine der beiden Kammern verlieren, dürfte sich das Gerangel und die öffentlichen Diskussionen um eine erneuerte Führung bei den Republikanern zuspitzen. Auf Trumps MAGA-Basis kann niemand verzichten, da sie der Partei derzeit den größten Teil ihrer Wählerstimmen verspricht.

Quelle: ntv.de

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