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Startseite»Nachrichten»Seit fünf Jahren nicht gesehen: „Block House“-Gründer kämpft vor Gericht um Kontakt zu Enkelkindern
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Seit fünf Jahren nicht gesehen: „Block House“-Gründer kämpft vor Gericht um Kontakt zu Enkelkindern

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 21, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Seit fünf Jahren nicht gesehen„Block House“-Gründer kämpft vor Gericht um Kontakt zu Enkelkindern

Er wünsche sich „natürlich“ seine Enkelkinder zurück, sagte Eugen Block (l.), Vater von Christina Block (r.), vor der Gerichtsverhandlung (Archivbild). (Foto: picture alliance / ABBfoto)

Christina Block wird vorgeworfen, ihre Kinder entführt haben zu lassen. Nach einer Gerichtsentscheidung darf sie keinen Kontakt zu ihnen haben. Auch ihr Vater Eugen Block hat seine Enkelkinder seit Langem nicht mehr getroffen. Sein ehemaliger Schwiegersohn stellt Bedingungen für ein Wiedersehen.

Nach gerichtlichen Niederlagen von Christina Block im Sorgerechtsstreit um ihre beiden jüngsten Kinder kämpft ihr Vater Eugen Block um ein Umgangsrecht mit seinen Enkeln. Der 85-jährige Gründer der Steakhaus-Kette „Block House“ und sein früherer Schwiegersohn Stephan Hensel erschienen zu einem Gerichtstermin im süddänischen Sonderburg. Die beiden Kinder leben seit fast fünf Jahren bei ihrem Vater in Dänemark.

Anfang 2024 waren der damals zehnjährige Junge und das 13 Jahre alte Mädchen nach Deutschland entführt worden. Ihr Vater Hensel war von den Kidnappern niedergeschlagen worden. Ihre Mutter, Christina Block, steht seit Juli vergangenen Jahres in Hamburg vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, eine israelische Sicherheitsfirma mit der Entführung beauftragt zu haben, was sie bestreitet. Am 5. Januar 2024 hatte sie die Kinder nach einer Hamburger Gerichtsentscheidung zu ihrem Ex-Mann zurückbringen lassen.

Gericht entzog Christina Block das Umgangsrecht

Der Entführung vorausgegangen war ein langer Sorgerechtsstreit. Nach einem Wochenendbesuch Ende August 2021 hatte der Vater die Kinder nicht wie vereinbart zur Mutter zurückgebracht. Nach der Rückholaktion hatte ein dänisches Gericht Christina Block im Mai 2025 das Sorgerecht und das Umgangsrecht entzogen. Sie darf ihre beiden jüngeren Kinder, die mit ihrem Vater in Dänemark leben, derzeit nicht sehen und auch keinen Kontakt zu ihnen haben.

Eugen Block sagte am Morgen beim Betreten des Gerichtsgebäudes in Sonderburg, er wünsche sich „natürlich“ seine Enkelkinder zurück. Hensel, der in Begleitung seiner neuen Frau Astrid Have erschien, äußerte sich zunächst nicht.

Beide Seiten hatten bestätigt, dass es in dem Rechtsstreit um das Umgangsrecht geht. Das Gericht machte dazu keine Angaben, auch nicht zum Zeitpunkt eines möglichen Urteils. Hensel sagte der Deutschen Presseagentur nach dem Termin jedoch, das Gericht wolle am 18. September ein Urteil verkünden.

Hensel: „Ich kann ihn nicht an die Kinder ranlassen“

Die Kinder, die inzwischen 12 und 15 Jahre alt sind, mussten sich nach Angaben von Hensel in dem Prozess nicht erneut äußern. Sie hätten bereits mehrfach bekundet, dass sie keinen Kontakt zur Familie ihrer Mutter wollten. Als Vater könne er eine Kontaktaufnahme aber gar nicht verhindern.

Zugleich sagte Hensel mit Blick auf Eugen Block: „Ich kann ihn nicht an die Kinder ranlassen.“ Er müsse erst das an seinen Kindern verübte Verbrechen anerkennen, zur Aufklärung beitragen und Reue zeigen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte nach der Entführung zunächst auch gegen den Großvater ermittelt, das Verfahren dann aber eingestellt.

Eugen Block: „Für mich als Großvater zutiefst traurig“

Eugen Block ließ nach dem Gerichtstermin mitteilen: „In den vergangenen fünf Jahren wurde mir jeder Kontakt zu meinen Enkelkindern in Dänemark verwehrt. Das ist für mich als Großvater zutiefst traurig.“ In der Mitteilung hieß es weiter: „Gleichzeitig spüre ich, dass meinen Enkelkindern dadurch ein Stück ihres Lebens und ihrer eigenen Familiengeschichte genommen wurde.“

Im Mai vergangenen Jahres hatte der Großvater in einem offenen Brief bekundet: „Ich schreibe, weil ich oft um meine Enkel weine – und weil ich darauf hoffe, dass sie bald erfahren, wie sehr sie vermisst werden. Und wie sehr sie geliebt sind.“

Christina Block und Stephan Hensel haben vier gemeinsame Kinder. Die älteste ist 20 Jahre alt. Sie war im Sommer 2021 mit Zustimmung der Mutter zu ihrem Vater nach Dänemark gezogen. Die zweitälteste Tochter ist 18 und wohnt bei ihrer Mutter.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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