Russland hat am Sonntag die ukrainische Küstenregion Odessa schwer getroffen. Präsident Selenskyj kündigte nun eine „angemessene Antwort an. Der Krieg werde „für alle Russen zu Hause“ immer spürbarer werden.
Der jüngste russische Großangriff auf die Region um die ukrainische Küstenstadt Odessa hat in der Nacht zum Sonntag für einen massiven Stromausfall gesorgt. „Am Morgen waren mehr als 300.000 Haushalte in Odessa und der Region ohne Strom; mittlerweile ist ein Drittel wieder mit Strom versorgt“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.
Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung und zur Beseitigung der Schäden dauerten an. Bei dem Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen waren mindestens sechs Menschen verletzt worden.
Selenskyj kündigte Vergeltung an. Die Ukraine habe „angemessene Antworten“ für jeden russischen Angriff parat. Der Krieg werde „für alle Russen zu Hause“ immer spürbarer werden. Die Ukraine werde weiterhin die russische Erdölindustrie und andere Infrastruktur angreifen. „Der einzige Grund, warum dies immer noch andauert, ist die mangelnde Bereitschaft Russlands, diesen Krieg zu beenden.“
Ukraine braucht dringend Flugabwehrraketen
In jüngster Zeit greifen die russischen Streitkräfte mit ballistischen Raketen überwiegend zivile Ziele im Nachbarland an. Selenskyj hatte zuletzt mehrfach mehr Unterstützung von den Verbündeten gefordert, insbesondere durch die Lieferung von „Patriot“-Raketen, die zur Abwehr der Raketen benötigt werden.
Die Ukraine greift ihrerseits mit ihren neuen Langstrecken-Drohnen die Erdölindustrie Russlands an, ebenso wie Rüstungsbetriebe und andere wichtige Infrastruktur-Objekte, um Moskaus Kriegsführung zu erschweren.
