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Startseite»Nachrichten»Sonst im Schnitt 55.000 Dollar: Panamakanal: Tanker zahlt Millionensumme für Durchfahrt
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Sonst im Schnitt 55.000 Dollar: Panamakanal: Tanker zahlt Millionensumme für Durchfahrt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sonst im Schnitt 55.000 DollarPanamakanal: Tanker zahlt Millionensumme für Durchfahrt

Ab dem 3. September reduzieren die Behörden schrittweise den Schiffsverkehr auf der Route wegen der durch El Niño ausgelösten Trockenheit in Mittelamerika. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Der Panamakanal ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt – doch eine extreme Trockenheit zwingt die Betreiber zu Einschränkungen. Für Reedereien wird die Passage damit wertvoller. Ein Unternehmen greift nun besonders tief in die Tasche.

Ein Tanker mit Flüssiggas (LPG) an Bord hat eine Rekordsumme von 5,3 Millionen Dollar für eine bevorzugte Durchfahrt des Panamakanals vor geplanten Beschränkungen des Schiffsverkehrs wegen des Klimaphänomens El Niño bezahlt. Das sei die bislang höchste Summe, die bei der Auktion für die Durchfahrten gezahlt wurde, sagte die stellvertretende Leiterin der Panamakanal-Behörde, Ilya Espino de Marotta.

Schiffe buchen ihre Durchfahrt durch den Panamakanal für gewöhnlich weit um Voraus. Schiffe ohne Buchung warten im Schnitt fünf Tage auf die Passage, allerdings können sie auch Last-Minute-Durchfahrten bei einer Auktion ersteigern. Nach Angaben der Kanalbehörde belief sich der durchschnittliche Auktionspreis zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 auf rund 55.000 Dollar.

Nach Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg handelte es sich bei dem Schiff, das sich nun für 5,3 Millionen Dollar die Durchfahrt sicherte, um die „G. Spirit“. Der südkoreanische Konzern SK Gas bezahlte demnach die Rekordsumme für die Durchfahrt am 1. September. Ab dem 3. September reduzieren die Behörden schrittweise den Schiffsverkehr auf der Route wegen der durch El Niño ausgelösten Trockenheit in Mittelamerika.

Bei dem natürlich auftretenden Klimaphänomen El Niño erwärmt sich die Wasseroberfläche im östlichen und zentralen Pazifik nahe dem Äquator, was weltweit Auswirkungen auf Wind, Luftdruck und Niederschläge hat. In der Folge steigt das Risiko für Wetterextreme. In Mittelamerika sorgt es derzeit für ausgeprägte Dürre: Im Gebiet des Panamakanals lagen die Niederschlagsmengen von Mai bis August dieses Jahres 34 Prozent unter dem historischen Durchschnitt.

Für den Betrieb der Schleusen des Panamakanals sind große Wassermengen nötig – sie werden aus einem von zwei Seen gespeisten Wassereinzugsgebiet entnommen. Wegen der fehlenden Niederschläge sind die Wasserpegel in den Seen deutlich gesunken.

Der rund 80 Kilometer lange Panama-Kanal verbindet den Atlantik und den Pazifik. Fünf Prozent des weltweiten Seehandels passieren die Wasserstraße. Vor allem Schiffe aus den USA, China, Japan, Chile und Südkorea nutzen den Kanal.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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