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Startseite»Politik»SpaceX mit Verlust im ersten Quartal an der Börse
Politik

SpaceX mit Verlust im ersten Quartal an der Börse

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 5, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 05.08.2026 • 08:34 Uhr

Die ersten Quartalszahlen der Weltraumfirma SpaceX nach ihrem Rekord-Börsengang sorgen bei Anlegern für Zurückhaltung. Zwar verdoppelte SpaceX den Umsatz beinahe, machte aber unter dem Strich erneut Verluste.

Die ersten Quartalsergebnisse von SpaceX nach dem Rekord-Börsengang im Juni liefern ein gemischtes Bild. Dank der boomenden Satelliten-Tochter Starlink verdoppelte der Raumfahrtkonzern des Tech-Milliardärs Elon Musk zwar nahezu seinen Umsatz – auf 7,8 Milliarden Dollar. Gleichzeitig steht unterm Strich ein Verlust von 541 Millionen Dollar, nach einem Minus von rund einer Milliarde Dollar ein Jahr zuvor.

Damit ist SpaceX von den Erwartungen seines Gründers aktuell noch weit entfernt: Musk stellt für seine Weltraum- und KI-Firma die Marke von einer Billion Dollar Jahresumsatz in Aussicht. Man rechne 2030 – ein Jahr früher als zuvor – damit, diesen Umsatz zu erreichen, sagte Musk in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Auch bekräftigte er Pläne, Rechenzentren in die Umlaufbahn zu bringen und über den Satelliten-Internetdienst Starlink großen Telekommunikations-Anbietern Konkurrenz zu machen.

Anleger halten sich zurück

Die Wall Street kaufte Musk die großen Versprechen diesmal nicht ab: Die SpaceX-Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel um rund fünf Prozent. „Die hochgesteckten Erwartungen der Wall Street zu erfüllen, ist für jedes Unternehmen schwierig – geschweige denn für einen populären Börsenneuling“, sagte Adam Sarhan, Chef des Vermögensverwalters 50 Park.

SpaceX war Mitte Juni mit einem Rekorderlös von 75 Milliarden Dollar an die Börse gegangen. Mit dem Ausgabepreis von 135 Dollar gab sich Musks Unternehmen zum Debüt eine Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar. Das stand in krassem Kontrast zum aktuellen Geschäft – aber SpaceX rechtfertigte die Bewertung mit großen Plänen bei Künstlicher Intelligenz.

In den ersten Wochen nach dem Börsengang stieg der Kurs – angetrieben unter anderem vom Interesse von Privatanlegern – bis auf gut 225 Dollar. Inzwischen fiel die Aktie unter den Ausgabepreis und ging am Dienstag bei rund 125 Dollar aus dem regulären US-Handel.

Geldbringer Starlink

Der zentrale Geldbringer von SpaceX ist nach wie vor der Satelliten-Internetdienst Starlink. Im vergangenen Quartal wuchs der Starlink-Umsatz im Jahresvergleich um fast zwei Drittel auf rund 4,3 Milliarden Dollar. Auf Musks Internet aus dem All greifen unter anderem mehr Fluggesellschaften zurück. Das operative Ergebnis legte um 80 Prozent auf rund 1,66 Milliarden Dollar zu. Die Zahl der Starlink-Kunden wuchs binnen drei Monaten von 10,3 auf 12 Millionen.

Top-Managerin Gwynne Shotwell, die für das operative Geschäft zuständig ist, zeigte sich überzeugt, dass Starlink mit neuen leistungsstärkeren Satelliten den großen Mobilfunk-Anbietern Kunden abjagen könne. Der Dienst werde besser sein, äußerte sie sich zuversichtlich. Unter anderem könne man mit Satelliten die heutigen Bereiche ohne Mobilfunk-Internet abdecken. Das ist in einem so großen Land wie den USA ein reales Problem.

Hohe Investitionen in KI

Auch in der KI-Sparte läuft es gut: Sie konnte ihre Erlöse auf 2,56 Milliarden Dollar nahezu vervierfachen. Zugleich verzwanzigfachten sich jedoch die Investitionen in neue Rechenzentren und die Software-Entwicklung auf 15,83 Milliarden Dollar. Dadurch machte dieser Bereich einen operativen Verlust von 1,26 Milliarden Dollar. „Wir bauen Rechenkapazitäten schneller als alle anderen aus“, sagte SpaceX-Chef Musk in der Telefonkonferenz. „Zudem verbessern wir unsere KI-Modelle deutlich.“

Starship als Zukunftsvision

Eine zentrale Säule von Musks Zukunftsvision ist die Riesen-Rakete Starship, die aktuell noch Testflüge absolviert. Sie soll es deutlich günstiger machen, Nutzlast ins All zu bringen. SpaceX peile die Marke von einer Million Tonnen jährlich und „potenziell zehn Millionen Tonnen“ an, sagte er. „Wahrscheinlich“ in einem Jahr werde man Starship „mindestens einmal pro Tag“ starten sehen – und möglicherweise öfter.

SpaceX ist in den vergangenen Jahren unverzichtbar für das US-Raumfahrtprogramm geworden. SpaceX macht etwa ein Fünftel seines Umsatzes mit US-Staatsaufträgen. Daher steht der Weltraumkonzern unter verschärfter Beobachtung.

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