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Startseite»Nachrichten»Sprung auf 2,8 Prozent: Deutsche Inflationsrate steigt nach Tankrabatt-Ende deutlich
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Sprung auf 2,8 Prozent: Deutsche Inflationsrate steigt nach Tankrabatt-Ende deutlich

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sprung auf 2,8 ProzentDeutsche Inflationsrate steigt nach Tankrabatt-Ende deutlich

Die höheren Preise für Kraftstoffe treiben die Inflation.

Nach dem Auslaufen des Tankrabatts steigt die Inflation wie erwartet an. Diesen Sprung hatten Experten aber nicht erwartet: Die Teuerung steigt auf 2,8 Prozent. Treiber sind aber nicht nur die Energiepreise.

Die Inflation in Deutschland ist nach dem Auslaufen des Tankrabatts überraschend deutlich gestiegen. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Juli um durchschnittlich 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 2,3 Prozent im Juni, wie das Statistische Bundesamt zu seiner ersten Schätzung mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 2,7 Prozent Inflation gerechnet. Die Ölpreise sind zuletzt durch den wiederaufgeflammten Nahost-Krieg gestiegen, während der staatliche Tankrabatt ausgelaufen ist. Er hatte die Preise an den Zapfsäulen im Mai und Juni gedrückt. Die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe dämpfte der Bundesbank zufolge die Inflation um etwa einen Viertel Prozentpunkt.

„Es war klar, dass allein der Wegfall des Tankrabatts zu einem Preissprung von mehr als zehn Prozent bei den Benzinpreisen führen würde“, sagte der Chefökonom des Vermögensverwalters Bantleon, Daniel Hartmann. „Dies wurde nun durch die Daten der Bundesländer bestätigt.“ In Bayern etwa musste für Kraftstoffe gut 21 Prozent mehr bezahlt werden als im Juli 2025.

Weniger Unternehmen wollen Preise anheben

Energie verteuerte sich um 8,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nach 3,4 Prozent im Juni. Nahrungsmittel kosten erneut durchschnittlich 0,4 Prozent mehr. Für Dienstleistungen wie Versicherungen oder Reisen wurden 2,9 Prozent mehr verlangt (Juni: +3,1 Prozent). Die Preise ohne Nahrungsmittel und Energie, auch als Kerninflation bezeichnet, legten um 2,4 Prozent zu. Von Juni auf Juli zogen die Verbraucherpreise insgesamt um 0,8 Prozent an.

Künftig wollen weniger Unternehmen in Deutschland ihre Preise anheben. Das Barometer für ihre Preiserwartungen sank im Juli auf 21,6 Punkte, von 26,1 Zählern im Juni, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage mitteilte. „Die künftige Preisentwicklung wird jedoch stark vom weiteren Verlauf des Konflikts im Nahen Osten und den davon abhängigen Energiepreisen beeinflusst“, sagte Ifo-Forscherin Tiphaine Wibault.

Quelle: ntv.de, mli/rts

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