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Startseite»Nachrichten»Steigender Ölpreis belastet: US-Börsen drehen nach Fed-Entscheid ins Minus
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Steigender Ölpreis belastet: US-Börsen drehen nach Fed-Entscheid ins Minus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Steigender Ölpreis belastetUS-Börsen drehen nach Fed-Entscheid ins Minus

Die Aussicht auf eine Zinserhöhung bereitet den US-Anlegern Kopfzerbrechen. (Foto: IMAGO/UPI Photo)

Die Fed fasst die Zinsen erwartungsgemäß nicht an, lässt aber durchblicken, dass sich das im Laufe des Jahres noch ändern könnte. An den US-Börsen löst das Unbehagen aus, während die Euphorie über den angekündigten Iran-Deal nachlässt.

Die US-Aktienmärkte haben am Mittwoch nach dem Zinsentscheid der Notenbank Fed im Minus geschlossen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones verlor 1,0 Prozent auf 51.493 Punkte. Der technologielastige Nasdaq gab 1,3 Prozent auf 26.022 Zähler nach und der breit gefasste S&P 500 büßte 1,2 Prozent auf 7420 Stellen ein. Vor der Entscheidung hatten die Indizes noch im Plus gelegen oder stagniert.

Die Fed beließ den Leitzins zwar wie erwartet in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Allerdings signalisierten die Währungshüter künftige Zinserhöhungen, um die Inflation zu bekämpfen. Zudem strichen sie die Formulierung aus ihrer Erklärung, wonach Zinssenkungen in diesem Jahr wahrscheinlich seien. Neun Notenbanker erwarten mindestens eine Zinserhöhung bis Ende 2026.

Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh betonte auf seiner ersten Pressekonferenz, die Zentralbank werde für Preisstabilität sorgen. Entgegen der üblichen Praxis legte Warsh jedoch keine eigene Prognose für den Zinspfad vor. Anleger wetteten daraufhin vermehrt auf eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr. Dem FedWatch-Tool der CME Group zufolge sank die Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen bis Jahresende von 40 Prozent am Dienstag auf 15,7 Prozent. Dagegen stieg die Erwartung einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis Dezember auf fast 38 Prozent. „Die Erklärung der Fed und die Kommentare von Warsh waren eindeutig falkenhaft“, sagte Michael James vom Brokerhaus Rosenblatt Securities. Im Vordergrund stehe das Bekenntnis der Fed zur Preisstabilität.

Die Ölpreise zogen wieder an und belasteten die Märkte. US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, das vorläufige Abkommen mit dem Iran sei nicht endgültig und der Konflikt könne wieder aufflammen. Zuvor waren die Ölpreise wegen Hoffnungen auf eine Entspannung deutlich gefallen. Starke Konjunkturdaten konnten die Aktienmärkte nicht stützen: Die US-Einzelhändler steigerten ihren Umsatz im Mai um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem geringeren Plus von 0,5 Prozent gerechnet.

Chiphersteller gefragt

Bei den Einzelwerten standen zudem Chiphersteller wie Broadcom, Micron Technology, Advanced Micro Devices und Intel im Blick, die zwischen einem und 4,3 Prozent zulegten.

Die Aktien des Börsenbetreibers CME Group gaben um 3,5 Prozent nach, nachdem das Unternehmen den Rückzug seines langjährigen Chefs Terry Duffy für März 2027 angekündigt hatte. Die bisherige Finanzchefin Lynne Fitzpatrick soll dann die Führung übernehmen.

Die Papiere des Schuhherstellers Allbirds schossen dagegen mit einem Plus von 39 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen kehrt dem Geschäft mit Schuhen den Rücken und steigt in das Geschäft mit KI-Infrastruktur ein. Die ehemalige Amazon-Managerin Nadia Carlsten soll die Firma unter dem neuen Namen Smartbird leiten.

Die Aussicht auf eine schnellere Zulassung einer Gentherapie trieb zudem die Aktien des Biotech-Unternehmens Uniqure um mehr als 78 Prozent nach oben.

Mehr zum heutigen Börsengeschehen können Sie hier nachlesen.

 

Quelle: ntv.de, ino/rts

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