Trauriger RekordRKI: Fast 10.000 hitzebedingte Tote in diesem Jahr
Die extremen Temperaturen in Deutschland haben dramatische Folgen. Schätzungen zufolge sind bereits Tausende an den Folgen der Wärme gestorben. Oft ist die Hitze aber nicht die alleinige Todesursache.
In diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutschlandweit bereits fast 10.000 Menschen wegen hoher Temperaturen gestorben. Die geschätzte Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bis zum 19. Juli liegt bei 9.800, wie aus dem entsprechenden RKI-Wochenbericht hervorgeht. Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016.
Die Ende Juni gemessenen Temperaturen erreichten vielerorts um die 40 Grad Celsius, an einigen Orten wurden Hitzerekorde von über 41 Grad erreicht. Das gab es in Deutschland in dieser Stärke bisher nicht.
Dem RKI zufolge waren die vergangenen Hitzeperioden sehr unterschiedlich ausgeprägt. 2018 und 2019 waren die Jahre mit den bislang höchsten hitzebedingten Sterbefallzahlen mit jeweils 8400 beziehungsweise 6900 Hitzetoten. In den Jahren 2022 bis 2025 gab es geschätzt jeweils rund 2600 bis 4900 Hitzetote.
Hitze führt sehr selten unmittelbar zum Tod, in den meisten Fällen ist es die Kombination aus hohen Temperaturen und bereits bestehenden Vorerkrankungen wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungen- oder Nierenerkrankungen, die zum Tod führt. Daher wird Hitze auf dem Totenschein nicht als die Todesursache angegeben und taucht auch nicht in der Todesursachenstatistik auf. Das Ausmaß hitzebedingter Sterbefälle wird daher mit Hilfe von statistischen Methoden durch den Vergleich der Zahl von Sterbefällen in Sommerwochen mit und ohne Hitze berechnet.
