Die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs stocken. Wie kann es weitergehen? Darüber beraten Kanzler Merz, Frankreichs Präsident Macron und der britische Premier Starmer gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj in London.
Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Regierungschef Keir Starmer kommen heute in London mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammen.
Dabei soll es um die weitere Unterstützung der Ukraine und den verstärkten Druck auf Russland gehen, wie das französische Präsidialamt mitteilte. Zudem ist eine Bestandsaufnahme der Arbeiten der sogenannten Koalition der Willigen geplant. Zu dieser Gruppe zählen etwa 35 überwiegend europäische Länder, darunter Deutschland.
Europäer wollen mit verhandeln
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt in einem offenen Brief ein persönliches Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin vorgeschlagen.
Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßte das Angebot von Selenskyj zu direkten Gesprächen mit dem Kremlchef. Er fügte hinzu, es sei aus seiner Sicht selbstverständlich, dass bei einem solchen Gesprächsformat die Europäer mit am Tisch säßen. Was fehle, sei aber die Bereitschaft des russischen Präsidenten, in Gespräche einzutreten.
Putin trifft Schröder
Aus Moskau wurde unterdessen bekannt, dass Putin den deutschen Altbundeskanzler Gerhard Schröder zu einem Vieraugengespräch im Kreml empfangen hat. Putin hatte für den Fall von Verhandlungen im vergangenen Monat Schröder als seinen bevorzugten Vermittler von europäischer Seite genannt. Der frühere Bundeskanzler und SPD-Chef gilt als persönlicher Freund Putins.
Die Ukraine hatte gestern unter anderem das russische Sankt Petersburg am letzten Tag eines dort tagenden Wirtschaftsgipfels mit Drohnenangriffen überzogen. Bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nacht mindestens zwei Menschen getötet worden.
Mit Informationen von Gabi Biesinger, ARD-Studio London.
