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Startseite»Nachrichten»Trump als Türöffner?: US-Autobauer fürchten Markteintritt chinesischer Hersteller
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Trump als Türöffner?: US-Autobauer fürchten Markteintritt chinesischer Hersteller

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Trump als Türöffner?US-Autobauer fürchten Markteintritt chinesischer Hersteller

Dutzende Abgeordnete sehen die US-Autoindustrie vor einem „entscheidenden Wendepunkt“. (Foto: picture alliance/AP Images)

US-Präsident Trump wird diese Woche in China erwartet. Dabei soll es unter anderem um Wirtschaftsthemen gehen. In den USA warnen einige, Trump könnte die heimische Autoindustrie in arge Bedrängnis bringen. Dafür spricht eine Äußerung des Präsidenten aus dem Januar.

Angesichts der bevorstehenden China-Reise von US-Präsident Donald Trump kämpft die US-Autoindustrie gegen Aufweichungen der Handelsbeschränkungen. Trump dürfe China keinen Zugang zum US-Automarkt gewähren, hieß es in Appellen von Branchenverbänden, Gewerkschaften und Abgeordneten. Sie warnen davor, dass chinesische Hersteller mit massiver staatlicher Unterstützung, einem Technologievorsprung bei Elektroautos und extrem niedrigen Preisen die heimische Industrie zerstören könnten.

Trump hatte im Januar erklärt, er fände es großartig, wenn chinesische Autobauer Werke in den USA errichten und Amerikaner beschäftigen würden. Trump wird diese Woche Gespräche mit Chinas Präsidenten Xi Jinping in Peking führen und wird von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

Demokraten und Republikaner im Kongress treiben parteiübergreifende Gesetzentwürfe voran, um eine Öffnung des Marktes zu verhindern. Der sogenannte Connected Vehicle Security Act soll eine Regelung zum Datenschutz festschreiben, die chinesische Fahrzeuge faktisch vom US-Markt ausschließt. Jedes Auto auf amerikanischen Straßen sei ein rollendes Datenerfassungsgerät, erklärten die Abgeordneten Debbie Dingell und John Moolenaar. Chinesische Fahrzeuge oder Bauteile dürften kein Teil dieses Systems sein.

Industrie vor „entscheidendem Wendepunkt“

Bereits heute befänden sich mehr als 60 US-amerikanische Automobilzulieferer in chinesischem Besitz, berichtete das „Wall Street Journal“. Chinesische Firmen hätten laut Daten der Beratungsfirma Alix Partners Anteile an fünf Prozent der Zulieferfirmen erworben.

Die US-Branche will eine Entwicklung wie in Europa oder Mexiko verhindern, wo chinesische Marken massiv Marktanteile gewonnen haben. Die heimischen Hersteller gelten angesichts von Durchschnittspreisen für Neuwagen in den USA von mehr als 51.000 Dollar als besonders anfällig für günstigere chinesische Modelle. Ein Elektroauto des chinesischen Herstellers Geely wird in Mexiko beispielsweise für rund 22.700 Dollar angeboten. Dies ist zwar mehr als doppelt so teuer wie auf dem hart umkämpften chinesischen Heimatmarkt, liegt jedoch weit unter dem Preis des günstigsten Tesla-Modells in den USA von 38.630 Dollar.

Die US-Automobilindustrie stehe an einem „entscheidenden Wendepunkt“, hieß es in einem Brief, den mehr als 50 republikanische Abgeordnete an den Handelskommissar Howard Lutnick sendeten. Sollte chinesischen Automobilunternehmen der Zugang zum US-amerikanischen Markt gewährt werden, laufe man Gefahr, die heimische Fertigung zu schrumpfen und die Stellung der US-Automobilkonzerne weltweit zu untergraben. Die USA riskierten zudem „ernsthafte Bedrohungen in den Bereichen Cybersicherheit und Überwachung“. Man bitte die Regierung inständig, “ jegliche Versuche Chinas zurückzuweisen, Produktionsstätten für Fahrzeuge und Batterien in den Vereinigten Staaten oder auf dem nordamerikanischen Markt zu errichten“.

Quelle: ntv.de, lwe/rts

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