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Startseite»Politik»Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien schließen Verteidigungsabkommen
Politik

Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien schließen Verteidigungsabkommen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 07.08.2026 • 15:20 Uhr

Vor dem Hintergrund des Nahost-Kriegs haben sich die Türkei, Pakistan und Saudi-Arabien auf ein Verteidigungsabkommen geeinigt. Jeder Angriff auf eines der Länder gelte nun als Angriff auf alle drei Bündnispartner.

Inmitten wachsender Spannungen am Golf haben die Atommacht Pakistan, der NATO-Staat Türkei und die Golfmonarchie Saudi-Arabien einen weitreichenden Verteidigungspakt unterschrieben.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif schlossen den sogenannten „Mekka-Verteidigungspakt“ bei einem Treffen in der saudi-arabischen Stadt, wie es in Mitteilungen der drei Länder hieß.

Pakt soll Sicherheitsinteressen und Abschreckung stärken

Jeder bewaffnete Angriff gegen einen der drei Staaten gilt demnach als Angriff auf alle drei Bündnispartner. Die Vereinbarung ist laut der Stellungnahmen ein Ausdruck des Engagements der drei Staaten, ihre gemeinsamen Sicherheitsinteressen zu stärken.

Insbesondere solle „die gemeinsame Abschreckung gegen jegliche Aggression“ gestärkt werden, hieß es weiter. Details über die Inhalte des Pakts oder die konkrete Ausgestaltung der gegenseitigen Hilfe im Angriffsfall wurden in den Mitteilungen nicht genannt.

Zwischen Pakistan und Saudi-Arabien existiert bereits seit September 2025 ein Verteidigungsabkommen. Seitdem sind pakistanische Truppen und Kampfflugzeuge in dem Königreich stationiert.

Bei dem neuen Abkommen gehe es wiederum hauptsächlich um Technologietransfers von der Türkei in Richtung Saudi-Arabien und Pakistan, den Austausch von Geheimdienstinformationen und den Aufbau von Flugabwehrkapazitäten der Partner in Saudi-Arabien, berichtet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf pakistanische Regierungskreise. Zudem solle saudisches Geld in die Verteidigungsindustrie der Türkei fließen.

Pakistan und Saudi-Arabien von Nahost-Konflikt betroffen

Der Dreier-Gipfel fand vor dem Hintergrund der Vermittlungsbemühungen im Krieg zwischen den USA und Iran statt. Pakistan versucht, beide Seiten zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zu bewegen. Nach Angaben aus saudi-arabischen Militär- und Regierungskreisen sind der Iran-Krieg und seine Auswirkungen auf die Region und die ganze Welt ein Grund für das Schmieden des Verteidigungspakts zum jetzigen Zeitpunkt.

Erst in der Nacht auf Freitag hatte Saudi-Arabien Verletzte nach einem Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz im Königreich gemeldet. Man bereite sich auf weitere koordinierte Angriffe durch irakische Milizen und die Huthi vor, hieß es in übereinstimmenden Medienberichten. Beide Gruppen gelten als Verbündete Irans.

Dennoch sei die Vereinbarung zwischen Pakistan, der Türkei und Saudi-Arabien nicht als gezielte Abschreckung gegen Iran gedacht, zitiert die Deutsche Presse-Agentur pakistanische Sicherheitskreise. Das Abkommen werde erst dann bedeutsam, wenn sich die USA aus der Region zurückziehen sollten und Saudi-Arabien sich durch mögliche Eskalationen vonseiten Israels verwundbarer fühle, hieß es.

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