Ukraine droht er Vergeltung anPutin beschwichtigt: Plane keinen Kampf mit Europa
In der EU befürchten Menschen, Putins Russland könnte Europa in ein paar Jahren auch militärisch angreifen. Der Präsident tritt dem nun entgegen und stellt klar, dass er solche Pläne nicht im Ansatz verfolge. Ähnlich klang er bereits kurz vor der Vollinvasion in der Ukraine.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat beteuert, dass sich sein Land „nicht auf irgendeine Art von Kampf mit Europa“ vorbereite. „Viele in Europa sagen, dass sie eine Aggression vonseiten der Russischen Föderation erwarten und dass sie sich deshalb selbst auf Kämpfe, auf einen Krieg mit Russland, vorbereiten müssen“, sagte Putin vor Journalisten in St. Petersburg. Er wolle jedoch nochmals unterstreichen, dass Russland keine Vorbereitungen für eine solche Aggression treffe.
Putin äußerte sich außerdem zu einer möglichen Wiederaufnahme der Gespräche mit der Ukraine. Die Vorschläge dazu „liegen alle auf dem Tisch, und es ist alles möglich“, sagte der Kreml-Chef. „Aber nach allem, was sie getan haben, werden wir sehr sorgfältig darüber nachdenken, welche Schritte wir als Antwort unternehmen müssen“, fügte er mit Blick auf die ukrainischen Angriffe auf russischem Territorium hinzu. So warf er der Ukraine vor, durch Angriffe auf Moskau und Wahllokale provoziert zu haben. Kiew müsse nun den Preis dafür zahlen und russische Vergeltungsschläge spüren, so Putin.
Tatsächlich erkennen Experten seit geraumer Zeit eine zunehmende Zahl von Sabotage und Spionage, vor allem in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Staaten. Urheber, etwa von Drohnenüberflügen oder vereitelten Sprengstoffanschlägen, soll in den meisten Fällen Russland sein, heißt es. Neben Verteidigungsminister Joachim Wadephul halten zahlreiche Sicherheits- und Verteidigungsexperten – etwa Militärhistoriker Sönke Neitzel oder Osteuropaexperte Gustav Gressel – es für möglich, dass Russland weiter aufrüstet und bis zum Jahr 2029 in der Lage ist, Nato-Gebiet auch direkt militärisch anzugreifen.
