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Startseite»Nachrichten»Ungewöhnlicher Militärkontakt: US-Topmilitär trifft kubanischen Generalstabschef
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Ungewöhnlicher Militärkontakt: US-Topmilitär trifft kubanischen Generalstabschef

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 30, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ungewöhnlicher MilitärkontaktUS-Topmilitär trifft kubanischen Generalstabschef

Der Chef des zuständigen US-Regionalkommandos (Southcom), General Francis Donovan, war auf der sozialistischen Karibikinsel für Gespräche. (Foto: picture alliance / Captital Pictures)

Das Verhältnis zwischen den USA und Kuba ist angespannt, die Sorge vor einer Eskalation groß. Wie das US-Militär mitteilt, kommt es nun aber zu Gesprächen über „Fragen der operativen Sicherheit“.

Wenige Tage nach Medienberichten über eine mögliche militärische Eskalation zwischen den USA und Kuba haben ranghohe Generäle beider Staaten ein ungewöhnliches direktes Treffen abgehalten. Wie beide Seiten mitteilten, trafen der Chef des zuständigen US-Regionalkommandos (Southcom), General Francis Donovan, und der Chef des Generalstabs der kubanischen Revolutionären Streitkräfte, Roberto Legrá Sotolongo, im Außenbereich des US-Stützpunkts Guantánamo Bay auf der sozialistischen Karibikinsel zusammen.

Bei dem kurzen Austausch mit Legrá und anderen Vertretern der kubanischen Streitkräfte seien „Fragen der operativen Sicherheit“ erörtert worden, teilte das US-Militär bei X mit – ohne weiteren Einzelheiten zu nennen. In Havanna hieß es in einer kurzen Mitteilung des Verteidigungsministeriums, das „positive Treffen“ habe im gegenseitigen Einvernehmen stattgefunden. Dabei habe man über für beide Seiten relevante Themen gesprochen. Es sei vereinbart worden, die Kommunikation aufrechtzuerhalten. Nähere Einzelheiten zum Inhalt des Austauschs gab auch Kuba nicht bekannt.

Erst vor einigen Tagen hatte das US-Nachrichtenportal „Axios“ berichtet, Kuba habe mehr als 300 Militärdrohnen erworben. Die kommunistische Regierung der Karibikinsel habe damit begonnen, Pläne zu erörtern, die Drohnen für Angriffe auf den US-Stützpunkt Guantánamo Bay, auf US-Militärschiffe und möglicherweise auf Key West im US-Bundesstaat Florida zu nutzen. Kuba wies die Berichte zurück, bekräftigte aber sein Recht auf Selbstverteidigung im Falle eines US-Angriffs.

Seit der Revolution sind die Beziehungen zwischen Washington und Havanna angespannt. Unter US-Präsident Donald Trump nahmen die Spannungen zuletzt nochmals zu. Mit einer Reihe von neuen Sanktionen und einer Ölblockade erhöhte Trump den Druck, um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren.

Umstrittener Militärstützpunkt Guantánamo

Der Militärstützpunkt von Guantánamo Bay liegt an der südöstlichen Küste Kubas. Das Territorium steht seit 1903 wegen eines umstrittenen Pachtvertrags unter US-Kontrolle. Seit dem Sieg der kubanischen Revolution unter Fidel Castro im Jahr 1959 betrachtet Kuba den unbefristeten Vertrag als ungültig.

Der Guantánamo-Stützpunkt ist für viele gleichbedeutend mit dem Gefangenenlager, das die Vereinigten Staaten dort nach den Anschlägen vom 11. September 2001 errichtet hatten. Zeitweise waren dort fast 800 Menschen inhaftiert. Mutmaßliche islamistische Terroristen wurden dort lange ohne Prozess festgehalten, teils auch gefoltert. Die Bemühungen mehrerer US-Regierungen, das Gefängnis ganz zu schließen, scheiterten lange daran, dass es an Ländern mangelt, die die verbliebenen Häftlinge aufnehmen. Aktuell sind dort noch 15 Personen gefangen.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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