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Unterwältigende Nachfrage: US-Städte fürchten um versprochenen WM-Hype

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 5, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Unterwältigende NachfrageUS-Städte fürchten um versprochenen WM-Hype

Bei US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino ist der WM-Hype ungebrochen. (Foto: AP)

Die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko startet im kommenden Monat. Zumindest im Gastgeberland USA bleibt die große Nachfrage an Hotelübernachtungen bislang aber aus. Woran liegt das?

Gastgeberstädte der Fußball-WM rechnen sich eigentlich hohe Zusatzeinnahmen aus. Vor allem auch durch Übernachtungen in Hotels. Das Problem: In den USA zeichnet sich eine deutlich geringere Nachfrage ab als ursprünglich angenommen.

Ein Großteil der US-amerikanischen Gastgeberstädte für die Fußball-WM 2026 berichtet von einer enttäuschenden Nachfrage für Übernachtungen während des Turniers, das zwischen dem 11. Juni und 19. Juli stattfindet. Das geht aus einer neuen Abfrage des Branchenverbandes American Hotel and Lodging Association (AHLA) hervor, berichtet die „New York Times“.

Demnach meldeten fast 80 Prozent der befragten Hotels, dass die Buchungen für die Weltmeisterschaft „hinter den ursprünglichen Prognosen zurückbleiben“. 205 Hotelbetreiber und Eigentümer hatten Daten zurückgekabelt.

Branchenverband warnt

Mehr als 70 Prozent der Befragten in San Francisco, Seattle, Philadelphia und Boston gaben an, dass das Buchungsaufkommen hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. In Los Angeles, New York City, Houston und Dallas waren es über 60 Prozent. Am wenigsten schlecht sind die Zahlen offenbar in Miami und Atlanta, wo nur 50 Prozent der Befragten von Buchungen unterhalb der Erwartungen berichten.

Der Branchenverband AHLA zog das Fazit, dass „die Indikatoren darauf hindeuten, dass der erwartete wirtschaftliche Aufschwung durch die Weltmeisterschaft hinter den Erwartungen zurückbleiben könnte“. In dem Report wird nun gewarnt, dass bei ausbleibenden Buchungen die Gastgeberstädte nicht die Steuereinnahmen generieren werden, die unter anderem der Fußball-Weltverband FIFA versprochen hatte. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die Weltmeisterschaft in den USA einen „wirtschaftlichen Effekt“ in Höhe von 30 Milliarden Dollar haben werde. Eine Folge: Die Hotelpreise, die nach der Auslosung astronomisch in die Höhe geschnellt sind, gingen zuletzt wieder deutlich nach unten.

WM 2026: Mehrere Gründe für Buchungsflaute

Als mögliche Erklärung für die Buchungsflaute nennt der AHLA-Bericht mehrere Faktoren. Die Befragten nannten „Visa-Hürden“ und „allgemeine geopolitische Bedenken“ als die wichtigsten Faktoren, die die internationale Nachfrage dämpfen. Potenzielle Besucher könnten zudem von den US-Einreiseverboten betroffen sein. Betroffen sind vier an der Weltmeisterschaft teilnehmende Länder (Senegal, Elfenbeinküste, Haiti und Iran). Staatsangehörige aus zwei weiteren WM-Ländern müssen zudem eine Kaution in Höhe von bis zu 15.000 US-Dollar hinterlegen, um ein Touristenvisum für die Einreise in die USA zu erhalten.

Auch die teuren Übernachtungspreise an sich und hohen Kosten für den Nahverkehr könnten eine Rolle spielen, heißt es weiter. Die FIFA wird ebenfalls ins Visier genommen. Der Verband hatte zunächst Tausende Zimmer in den Gastgeberstädten gebucht, dann aber eine Klausel gezogen, die eine Stornierung vieler Reservierungen ermöglicht. Der Weltverband wies diese Vorwürfe indes zurück. Man habe die Zimmerkontingente vertragsgemäß und teils sogar früher als vereinbart freigegeben.

Das Eröffnungsspiel der WM steigt am 11. Juni in Mexico City. Das Finale am 19. Juli in New Jersey. In den vergangenen Wochen hatten Berichte über die teuren Eintrittspreise für die Spiele vielen Fans die Stimmung versaut. Mitte April hob die FIFA sogar eine neue Kategorie für Preise ins Leben. Für das Finale am 19. Juli kosteten Tickets der teuersten Kategorie nun 10.990 Dollar (9535 Euro).

Quelle: ntv.de, msc

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