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Startseite»Politik»US-Arzneimittelbehörde lässt neuen mRNA-Impfstoff gegen Grippe zu
Politik

US-Arzneimittelbehörde lässt neuen mRNA-Impfstoff gegen Grippe zu

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 06.08.2026 • 19:46 Uhr

Pünktlich zur Grippesaison soll es in den USA einen neuen mRNA-Impfstoff von Moderna geben. Es ist die weltweit erste Zulassung eines Grippevakzins mit reiner mRNA-Technologie. Im US-Gesundheitsministerium herrscht jedoch Skepsis.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat nach Angaben des Pharmakonzerns Moderna einen neuen Grippe-Impfstoff des Unternehmens zugelassen, nachdem sie einen Antrag auf Prüfung des Vakzins zunächst abgelehnt hatte.

mFlusiva ist der erste Influenza-Impfstoff des US-Konzerns auf mRNA-Basis und für Menschen über 50 Jahren zugelassen, wie Moderna mitteilte. Der Pharmakonzern rechnet damit, dass der Impfstoff in einigen Wochen – also pünktlich zum Start der Grippesaison – in den Apotheken der Vereinigten Staaten verfügbar sein wird.

Laut Moderna war die Grundlage der Zulassung eine klinische Studie mit ungefähr 40.000 Teilnehmern. Unter denjenigen, die den mRNA-Impfstoff erhalten hatten, habe es 27 Prozent weniger Grippefälle gegeben.

Gegenwind aus dem Gesundheitsministerium

Im Februar hatte Moderna mitgeteilt, dass die FDA die ursprünglichen klinischen Studien zu mFlusiva als unzureichend eingestuft habe. Die Behörde lehnte daher den Antrag auf Prüfung des neuen Impfstoffs zunächst ab. Nach einem von Moderna als „konstruktiv“ bezeichneten Treffens revidierte die FDA eine Woche später ihre Position.

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. kritisierte in der Vergangenheit unter anderem die mRNA-Technologie und strich staatliche Gelder zur Unterstützung der Forschung in diesem Bereich. Unter Kennedy forderte die FDA eine Neubewertung der Zulassungsverfahren für bestimmte Impfstoffe, darunter solche gegen die Grippe. Das löste Besorgnis bei Fachleuten im Gesundheitswesen aus.

Die mRNA-Technologie ermöglicht es, einen Grippe-Impfstoff schneller als bisher auf Erreger einzustellen, die unvorhergesehen auftauchen. Die Vakzine müssen jährlich aktualisiert werden, um sie bestmöglich an die zirkulierenden Virus-Stämme anzupassen.

Mit Informationen von Carsten Kühntopp, ARD Washington

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